Fossa-Baby im Duisburger Zoo | Foto: zoos.media

Das PETA-Audioportal: Lügen über Zoos, Aquarien & Delfinarien

Exklusiv für zoos.media – 26.10.2018. Autor: Philipp J. Kroiß

Das neue “Audioportal” von PETA bietet viel, doch nach der Wahrheit sucht man vergebens, wenn die Angestellten über Zoos, Aquarien und Delfinarien schwadronieren.

Das PETA-Audioportal: Lügen für die Ohren

PETA hat ein “Audioportal” veröffentlicht. Das ist eine Art Buffet an O-Tönen wahrscheinlich für leichtgläubige Journalisten oder anderweitig Interessierte – Wahrheit findet man da allerdings nicht; das lässt sich für die mit Zootieren verbundenen Rubriken ganz klar sagen.

Zoo – Peter Höffken

Przewalski-Pferde im Zoo Köln: Modernen Zoos auf der ganzen Welt ist es zu verdanken, dass diese Art überlebt hat. | Foto: zoos.media

Peter Höffken, der sich mal Diplomzoologe nannte und diese Bezeichnung wohl ablegte als mal genauer zu diesem angeblichen Diplom geforscht wurde, ist ein Mitarbeiter der radikalen Tierrechtsorganisation PETA und trägt als solcher die Bezeichnung Fachreferent. Dass er anscheinend nicht wirklich vom Fach ist, merkt man seinen Aussagen doch deutlich an.

Er behauptet, dass Menschenaffen und Eisbären zum Beispiel im Zoo unter “deutlich sichtbaren Verhaltensstörungen” litten, weil die “Gefangenschaft” sie “seelisch krank” gemacht habe. Das ist schlicht, so generalisiert, nicht wahr. Wenn Zoos oder Aquarien, Tiere aus schlechter Haltung übernehmen, bringen sie manchmal Verhaltensstörungen mit, die sie nicht mehr ablegen, weil sie diese Verhaltensweisen zu sehr ritualisiert haben. In modernen und entsprechend akkreditierten Zoos und Aquarien aber entstehen diese Störungen nicht mehr.

Der Artenschutz sei “keine Rechtfertigung” für das “Einsperren dieser sensiblen Tiere”, behauptet der PETA-Mitarbeiter. Das mag er als Meinungsaussage tätigen können, vermittelt aber natürlich einen falschen Eindruck und geht an der Realität vorbei. Dank den Artenschutzprojekten konnten bereits etliche Arten vor dem Aussterben gerettet werden. Ohne zoologische Einrichtungen gäbe es zum Beispiel keine Przewalski-Pferde, Schwarzfußiltisse oder Kalifornische Kondore mehr, die nur dank Zoos gerettet und schließlich in die Natur zurückgebracht werden konnten. Somit ist es auch lächerlich, dass Höffken behauptet, Zootiere könnten “ohnehin nicht ausgewildert” werden.

“Wir setzen uns für ein Nachzucht- und Importverbot für Zoos ein.”

Höffken verschweigt, dass PETAs Einsatz für ein Nachzucht- und Importverbot einen Einsatz für Tierquälerei bedeutet. Zuchtprogramme sind für das Wohlbefinden der Tiere, das moderne Zoos und Aquarien ja auch nachweislich gewährleisten, unbedingt wichtig. Insbesondere wichtig ist es natürlich für die Tiere, für die Reproduktion Teil des ständigen Soziallebens ist – wie es bei Löwen, Schimpansen und Elefanten zum Beispiel der Fall ist. Ein solches Verbot würde die Tiere in unnatürliche Gruppenverhältnisse zwingen, was letztendlich und auf lange Sicht, Tierquälerei bedeuten würde. Ziel dieses Verbot ist ein mittelfristiges Auslaufen der Haltung – dass dies auch das Ende für Artenschutzprojekte bedeutet, verschweigt er dabei.

“Stattdessen”, so schlägt er vor, “könnten Zoos Tiere aus schlechter Haltung aufnehmen.” Das tun Zoos ja bereits und es gibt dann ja immer wieder Leute, die ihnen das genau zum Vorwurf machen, wenn sie etwa der Öffentlichkeit den Glauben vermitteln, dass die Tiere schlecht gehalten würden, weil sie aus der nicht adäquaten Haltungssituation bestimmte Langzeitschäden mit in die gute Haltung brachten. Zudem mit welchem Ziel sollte man die Tiere aufnehmen? Unter einem ständigen Zuchtstopp könnte man ihnen keine gute Haltung bieten. PETA will als Zoos zu tierquälerischen Endlagern umbauen.

Wollen Zoos nur Besucher anlocken?

Wallaby im Featherdale Wildlife Park | Foto: Sardaka, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Dass moderne zoologische Anlagen als Zentren für Edukation, Forschung, sowie Natur- und Artenschutz, Menschen anziehen wollen, um sie für genau diese wichtigen Themen zu begeistern, macht Peter Höffken den Zoos zum Vorwurf. Es ist aber Aufgabe von Kultureinrichtungen, was Zoos nun mal sind, Menschen mit etwas vertraut zu machen: Museen machen die Menschen unter anderem mit bildender Kunst vertraut, in Schauspielhäusern lernen die Menschen zum Beispiel die großen Stücke der Theatergeschichte kennen und in Zoos geht es um Tiere – und ganz besonders den Schutz ihrer Art und der Natur, in der sie leben. Natürlich müssen Kultureinrichtungen attraktiv für Besucher sein – darum bemühen sich ja alle.

Höffken behauptet, dass man deshalb immer Tierbabys präsentieren würden. Natürlich werden im Zoos auch Babys geboren – das liegt in der Natur der Sache, wenn man Tiere züchten und dadurch erhalten will. Angeblich würden die Tiere aber später aus Platzgründen getötet. Das verzerrt natürlich die Realität. In Zuchtprogrammen werden die Tiere nicht gezüchtet, um sie zu töten, sondern um die Art zu erhalten. Natürlich kann es aber zu Tieren kommen, die zu viel sind. Eine Löwin bringt ein bis vier Junge zur Welt und man kann vorher nicht bestellen, wie viele es tatsächlich werden. Sollte es, wie es in seltenen Fällen passieren kann, zu einem Überhang an Tiere kommen, wird erst alles versucht, um die Tiere irgendwie unter zu bringen. Sollte das misslingen und die weitere Haltung der Tiere eine Belastung für die anderen Tiere in Menschenobhut sein, muss man die Tiere sogar einschläfern und tut dies auf rechtlich sicheren Beinen.

Es wird behauptet, dass manche Tiere an dubiose Tierhändler abgegeben würden. Auch das ist bei akkreditierten Zoos und Aquarien nicht der Fall. Nachzuchten werden für gewöhnlich nicht verkauft. Tiere in Zuchtprogrammen, die für den Fortbestand der Art wichtig ist, verkauft man nicht, sondern sie sind wertvoll und ganz und gar unverkäuflich. Im seltenen Fall von überzähligen Tieren kann es zu Verkäufen kommen, aber es geht nicht an dubiose Tierhändler, sondern die akkreditierten Zoos regeln das sehr seriös unter Einhaltung aller Vorschriften, die es für den Handel exotischer Tiere gibt.

Besucher sollen Artenschutz den Rücken kehren

Der Schwarzfußiltis (Mustela nigripes) wurde auch durch die Arbeit von Zoos gerettet. | Foto: Kimberly Fraser / USFWS Mountain-Prairie, Lizenz: CC BY 2.0

Jeder Besuch würde Zoos helfen, Tiere in viel zu kleinen Gehegen zu halten. Das ist schlicht gelogen. Viel zu kleine Gehege sind nicht nur gesetzlich verboten, sondern durch die Akkrediterungsprozesse moderner Zoos und Aquarien, bei denen die zoologischen Einrichtungen meist deutlich über dem gesetzlichen Standard agieren müssen, ausgeschlossen. Wer in einen akkreditierten und seriösen Zoo geht, muss sich nicht vor zu kleinen Gehegen fürchten und unterstützt auch nicht die Haltung der Tiere darin.

Der Besuch von modernen Zoos und Aquarien hilft viel mehr die Gehege weiter zu optimieren, um noch besser als ohnehin schon, ein Zentrum für Artenschutz, Forschung und Edukation zu werden. Zoos zu meiden ist also nicht, wie Höffken behauptet, das Beste, was man tun könnte, sondern so ziemlich das Schlechteste, wenn einem das Überleben der Arten am Herzen liegt. Wer Tiere hasst, kann gerne Zoos meiden, aber wem Tiere am Herzen liegen, sollte moderne und akkreditierte zoologische Einrichtungen besuchen, um deren wichtige Arbeit zum Schutz der Tiere, ihrer Arten und deren Lebensräume zu unterstützen.

Delfinarien – Tanja Breining

“Privatpersonen sollten niemals eine Eintrittskarte in ein Delfinarium kaufen”, beginnt PETA-Mitarbeiterin Tanja Breining ihr Plädoyer gegen jede Art von Delfinarien – auch eben die, die nachweislich wichtige und unentbehrliche Artenschutz-, Forschungs- und Bildungszentren sind und dabei geholfen haben, helfen und helfen werden, die Wale zu erhalten. Die Privatpersonen sollten sich auch an die Zoodirektoren wenden, damit die Tiere in Auffangstationen übersiedelt würden – solche Stationen gibt es gar nicht. Sie möchte also offensichtlich, dass die Leute sich komplett lächerlich machen. Ebenso sollten die Menschen ihr Umfeld über angebliches Leid aufklären, das selbst PETA noch nie in modernen und akkreditierten Einrichtungen hat hinreichend nachweisen können.

Luftschlossbau zu Babel

Angeblich wäre es nun plötzlich an den Zoos betreute Auffangstationen für Delfine im Meer aufzubauen. Also in dem verschmutzen Meer mit Wasserwerten, die für ein Delfinarium ohne Meeresanschluss gar nicht möglich wären, weil das Wasser dann als zu verschmutzt gelten würde. Die Orte, an denen die Wasserwerte noch halbwegs vertretbar wären, sind so wenige und die kann man nicht alle mit entsprechenden Anlagen zukleistern, denn noch gibt es ja auch wilde Delfine und denen würde man dann auch Lebensraum entziehen. Es gibt übrigens schon Delfinarien mit Meeresanschluss, aber gegen die ist PETA ja auch – wie man am Fall des Dolphin Research Centre sieht. Zudem gehört zu tiergerechter Haltung von Delfinen die Zucht und gegen die ist PETA ja bekanntlich ebenso. Das zeigt wie lächerlich diese Forderung doch ist.

Dann möchte sie, dass Menschen das tierquälerische Projekt eines Sanctuaries auf der Insel Lipsi unterstützen, das von seriösen Experten aus richtigen und wichtigen Gründen abgelehnt wird. Was Zoos und Aquarien sehr wohl und übrigens auch sehr erfolgreich bereits unterhalten, sind Rettungsprojekte für Delfine, die in Not geratene wilde Tiere die Chance auf ein zweites Leben ermöglichen. Ob sie das im Meer oder in Menschenobhut verbringen, können dann allerdings nicht die Einrichtungen entscheiden, sondern es wird von den zuständigen Behörden festgelegt. Auch diese Praktik lehnt PETA ab, denn man will ja die Haltung von Walen in Delfinarien, Zoos und Aquarien beenden.

PETA-Forderungen würden zu Tierquälerei führen

Delfine springen bei der edukativen Vorstellung im Zoo Duisburg vor vollen Rängen. | Foto: zoos.media

Breinig, selbst ohne jede nachweisbare Erfahrung in der Haltung von Delfinen oder anderen Walen, möchte natürlich, auch gemäß dem, was Höffken bereits von sich gegeben hat, ein Zuchtverbot. Das ist nicht tiergerecht umsetzbar und selbst wenn es das wäre, würde es eine tierquälerische Haltung bedeuten. Warum? Es gibt kein tiergerechtes Prozedere einen generellen Zuchtstopp zu implementieren, weil es, um nur ein Beispiel zu nennen, keine Langzeit-Kontrazeptiva für Cetaceen gibt. Zudem würde ein Zuchtstopp das Sozialgefüge der Tiere zerstören, das man im Zoo sehr gut nachbilden kann wie wissenschaftlich bestätigt wurde.

Den Zuchtstopp möchte PETA, weil die radikale Tierrechtsorganisation sich einbildet, das die Tiere in Menschenobhut generell leiden wurde, was aber noch nie nachgewiesen wurde, so schnell wie möglich umsetzen. Sie ziehen zur wissenschaftlichen Legitimierung die “Hirnforscherin Lori Marino” heran. Sie verschweigen dabei, dass diese Person Teil der Tierrechtsindustrie ist und ihre eigene Walhaltung aufbauen will. Sie habe gesagt, dass Delfine neben dem Menschen zu den intelligentesten Säugetieren gehören würde. Das kann sie ja sagen, aber das heißt eben nicht das es stimmt. Der renommierte Wissenschaftler Justin Gregg hat in seinem Buch “Are Dolphins Really Smart?” den wissenschaftlichen Forschungsstand betrachtet und sieht Delfine eher auf einer Stufe mit Hühnern, denn tatsächlich sind die Tiere nicht so intelligent, wie sie gerne hochstilisiert werden.

Delfine hätten ein “ausgeprägtes Ich-Bewusstsein”, wären sich ihrer selbst sehr bewusst und entsprechend auch ihrer “Gefangenschaft”. Das stimmt so nicht. Worauf Breining wahrscheinlich Bezug nimmt, ist der Spiegeltest, den man als Beleg gerne dafür heranzieht. Den bestehen aber auch Ameisen – so besonders wie man früher mal gedacht hat, dass das Bestehen wäre, ist es nicht mehr. Tiere allerdings fühlen sich nicht gefangen, weil sie ja bereits in der Natur durch exogene und endogene Faktoren stark eingeschränkt sind. Ebenso ist die Zerebralisation bei den Tieren geringer. Eine Vorstellung von Begrifflichkeiten wie Freiheit oder Gefangenschaft konnte noch bei keinem Tier nachgewiesen werden – auch nicht bei den Rabenvögeln, die zu den intelligentesten Tieren überhaupt zählen.

“In Delfinarien können Delfine kein artgerechtes Leben führen.” – Falsch!

Dörte schaut neugierig durch eine Scheibe im Delfinarium des Zoo Duisburg | Foto: zoos.media

Es zeigt, dass sich Breining nicht auf der Höhe der Zeit bzw. des Forschungsstandes befindet, weil sie diese Begrifflichkeit nutzt. Tatsächlich macht der Begriff bei Delfinarten mit den verschiedenen Ökotypen und Formen keinen Sinn, denn es gibt keine spezifische Bedürfnispyramide für Delfine als Art. Jede Form muss entsprechend gesondert betrachtet werden. Die residenten Küstenformen von Großen Tümmlern oder Orcas lassen sich sehr gut und sehr erfolgreich in Menschenobhut seit etlichen Jahrzehnten halten und züchten. Große Tümmler leben in modernen Delfinarien länger (Willis, 2011), sind gesünder (Fair et al., 2017) und weniger gestresst als ihre wilden Artgenossen (u. a. Monreal-Pawlowsky et al., 2017). Sie genießen das Training und die Interaktionen mit den Pflegern und schütten auch Glückshormone während der Trainingseinheiten nach dem Prinzip der positiven Bestärkung aus (Clegg et al., 2018; Ridgway et al., 2014). Mehr als 80 der weltweit renommiertesten Wissenschaftler auf diesem Gebiet unterstützen die Haltung von Meeressäugern in modernen Zoos und Aquarien und betonen die enorme Bedeutung dieser Tierhaltungen für wichtige Schutzprojekte und die dafür notwendige Forschung.

“Es handelt sich um Betonbecken, die sind nackt, die sind leer, die sind kahl”, belügt Breining den Zuhörer. In Duisburg zum Beispiel haben die Tiere keine leeren Becken, sondern ein Mehrbeckensystem mit natürlichen Strukturen und zudem wird, sofern die Tiere dies wollen, Spielzeug in die Becken getan, mit denen sie nach Herzenslust ihre Zeit vertreiben können. In “Freiheit” würden Delfine bis zu 100 Kilometer schwimmen. Das gilt vielleicht für bestimmte Delfinformen, aber eben nicht für die Form, die man in Menschenobhut hält. Diese Tiere haben einen residenten Ökotyp und würden auch in der Natur standorttreu leben.

Ebenso falsch ist, dass die Tiere in Delfinarien in der Wildbahn 300 Meter tief tauchen könnten. Das gibt der Lebensraum dieser Formen bzw. Ökotypen nicht her. Aber auch generell sind Delfine keine guten Tieftaucher wie die Wissenschaft bereits nachwies. Auch verbreitet Breining ein völlig falsches Bild vom Leben der Delfine in der Natur: Das ist ein Überlebenskampf, in dem die Tiere nicht wissen, ob sie in überfischten Meeren genügend Fisch für den jeweiligen Tag finden werden.

Werden Delfine in Delfinarien zu kommerziellen Zwecken missbraucht?

Man merkt, dass Breining selbst keine Erfahrung in der Haltung von Delfinen hat. Sie behauptet, dass sie Kunststücke aufführen müssten oder zu Popmusik tanzen müssten. Das ist auch gelogen, denn es stimmt schlicht nicht, so wie sie es sagt, für alle Delfinarien. In akkreditierten Einrichtungen wird Training ausschließlich auf freiwilliger Basis durchgeführt. Wenn ein Delfin keine Lust hat, wird das akzeptiert und es ist kein Problem. Während dieser Art von Trainingseinheiten stoßen die Tiere Glückshormone aus – das würden sie natürlich nicht tun, wenn sie missbraucht würden.

Breining käut also nur die längst widerlegten Anschuldigungen gegen Delfinarien wider, mit der sie schon vor dem Landtag NRW gescheitert ist und die unser Beiratsmitglied Dr. Kerstin Ternes, eine weltweit anerkannte Expertin, so gekonnt in ihrer Stellungnahme widerlegt hat.

Auch über Aquarien lügt Breining

Besucher bewundern im Georgia Aquarium eine Installation, die ein tropisches Riff zeigt. | Foto: jimmyweee, Lizenz: CC BY 2.0

Aquarien sind für Breining wie Delfinarien. Man muss schon sehr lachen, wenn sie im Angesicht moderner, naturgetreuer Installationen von engen, kahlen Becken spricht. Ebenso belügt sie die Rezipienten, dass die Wirbeltiere immer die gleiche keine Strecke schwimmen würden oder sich gar nur im Kreis bewegen würde. Wer Tiere in modernen Installationen beobachtet hat, weiß, dass das nicht stimmt. Angeblich würden sich die Tiere auch zu Tode langweilen, was natürlich in modern arbeitenden Aquarien nicht vorkommt.

Sie interpretiert allerlei in Fische, das nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist. Dann spricht sie von angeblich hohen Todesraten, die es, wenn man sie sinnvoll vergleicht, nicht in modernen Aquarien gibt, und behauptet, dass die meisten Fische mehrfach im Jahr ersetzt würden. Das entspricht nicht der Realität. Bei Fischen, die aber natürlich nur eine Lebenserwartung von einem Jahr haben, wird das passieren, aber das ist nicht wirklich verwunderlich oder irgendwie negativ.

Dann belügt sie die Öffentlichkeit, dass die Pflege der Tiere nicht gesetzlich überwacht würde. Natürlich werden moderne Zoos und Aquarien behördlich kontrolliert und selbstverständlich auch die Pflege aller Tiere.

Ebenfalls moniert die angebliche Meeresbiologin, dass es ja keine wechselnden Sozialkontakte geben würde. Hier muss man einfach mal schauen, wie Fische leben. Ein Anemonenfisch lebt in Symbiose mit einer Anemone – der schwimmt nicht durchs Meer und lernt wie wild andere Artgenossen kennen. Schwarmfische leben in einem Schwarm und auch hier sind die Sozialkontakte begrenzt. Aber nicht jeder Fisch lebt im Schwarm; bei gewissen Arten sind auch solitäre Lebensweisen beschrieben und da liegt es ebenso in der Natur der Sache, dass die nicht durch ihren Lebensraum eilen, um möglichst viele andere Fische kennen zu lernen.

 

Hinweis: Wer sich nun mit PETA selbst beschäftigen will, dem seien diese Artikels ans Herz gelegt:

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