Von PETA getöteter und entsorgter Hund in einer Plastiktüte, die in einem Mülleimer gefunden wurde - tausenden erging es gleich oder ähnlich. | Foto von http://whypetakills.com (Nathan J. Winograd)

PETA: Protestieren für Pixel kommt nicht gut an

Exklusiv für zoos.media – 21.05.2020. Autor: Philipp J. Kroiß

Die radikale Tierrechtsorganisation PETA zieht mal wieder gegen ein Computerspiel zu Felde. Im Artikel geht es darum, wie solche Kampagnen funktionieren und wie man auf sie reagieren kann.

PETA: Protestieren für Pixel kommt nicht gut an

Immer wieder sucht sich PETA Videospiele raus, um gegen sie zu “protestieren”. Die Agenda dahinter ist klar: man will Aufmerksamkeit. Solche Kampagnen kosten allerdings auch das Geld der Spender, die eigentlich für das Wohlergehen von Tieren spenden und nicht für ein paar Pixel.

Aktion stößt auf wenig Gegenliebe


Das ist nur eine kleine Auswahl der Tweets über PETA zu diesem Thema. Aufmerksamkeit haben sie bekommen, aber keine gute. Da zoos.media schon seit Jahren zum Thema PETA recherchiert und informiert, haben auch wir einen Thread gestartet.

Gehen alle PETA in die Falle?

Dieser Hund starb durch die Hand von PETA – wie viele andere, obwohl sie auch gesund und adoptierfähig waren. | Foto von http://whypetakills.com (Nathan J. Winograd)

PETA rechnet natürlich damit, dass sich die Leute darüber aufregen – auch schlechte Aufmerksamkeit, ist Aufmerksamkeit. Die Frage ist eben nur, wie man mit so einem Trend auf Twitter umgeht. Für PETA lohnt sich so etwas nämlich dann nicht mehr, wenn dieser Trend dazu genutzt wird, über PETA aufzuklären, statt sich einfach nur drüber aufzuregen. Somit hat jeder die Wahl, ob er oder sie nun PETA quasi “in die Falle” geht und die Nachricht nur multipliziert oder, ob er oder sie die Aufmerksamkeit für die Tierrechtsorganisation nutzt, um sie quasi als Welle zu surfen. Übrigens hat diese Wahl nicht nur jeder einzelne User, sondern auch die Medien, die darüber berichten, haben eben solche.

Medien allerdings nutzen solche Aktionen sehr selten zur Kritik an der Tierrechtsorganisation; selbst das Aufdecken von Manipulationen durch PETA wird von Medien kaum berücksichtigt. Vielmehr machen sich Medien zu einfachen Multiplikatoren, die ungeprüft die Aussagen von PETA kommunizieren. PETA-kritische Berichterstattung gibt es kaum, weil PETA ja konsequent Skandale und Skandälchen liefert. Vor Jahren waren die eher ein Thema der Boulevard-Blätter, heute sind sich sogar Formate im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nicht zu schade, Lügen der radikalen Tierrechtler, im besten Fall ungeprüft und im schlechtesten Fall absichtlich, zu verbreiten – klassische Beispiele sind die Formate wie “Report Mainz” und “Tiere suchen ein Zuhause“.

Auch die aktuelle Kampagne zum Videospiel zeigt wieder: PETA will jede Form der Tierhaltung beenden. Das geht nicht nur vom Sibirischen Tiger im Zoo bis zum Stubentiger im Familienhaus, sondern nun auch bis zum Fisch in einem Computerspiel. Wer PETA als Tierschutzorganisation missverstanden hat, den wird das überraschen, aber letztendlich ist das eben nur die Umsetzung der Tierrechtsideologie, die übrigens auch noch verfassungswidrig ist. Somit steht erneut die Frage im Raum, warum Steuerzahler in verschiedenen Ländern solche Aktionen bis heute finanzieren müssen, weil diese zahlen die Zeche für die Steuererleichterungen für unseriöse Organisationen wie PETA, die ohne jeden erkennbaren Nutzen für die Gemeinschaft operieren.

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