Elefanten im Erlebnis-Zoo Hannover (2010) | Foto: Ukko.de, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Was läuft da zwischen PETA und REPORT MAINZ?

Exklusiv für zoos.media – 27.08.2017. Autor: Philipp J. Kroiß

Edgar Verheyen und Monika Anthes fallen schon seit Jahren mit PETA-freundlicher Berichterstattung auf – Grund genug, hier mal genauer hinzuschauen.

Was läuft da zwischen PETA und REPORT MAINZ?

„Wiesenhof hat schon vielen Kamerateams Tür und Tor geöffnet und dabei in der Regel gute Erfahrungen gemacht. In diesem Fall konnten wir uns ausmalen, dass die Journalisten Edgar Verheyen und Monika Anthes nur ihre These durchbringen wollten. Verheyen ist eng verbunden mit den radikalen Tierrechtlern von Peta“, erklärt Frank Schroedter, Wiesenhof-Sprecher und Vorstand der Agentur Engel & Zimmermann dem prmagazin, dem Magazin der Kommunikationsbranche. Er erklärt im Interview auch die Strategie der Journalisten: „Verheyen und Anthes haben sich vier kurze Aussagen aus einem 80-minütigen Interview herausgepickt. Es wird halt so lange gefragt, bis man die passenden Halbsätze im Kasten hat.“

Aber was ist dran an, dass Verheyen eng mit PETA verbunden wäre – immerhin ein wahrer Skandal, wenn es stimmt. Er hat, auch zusammen mit Monika Anthes, schließlich auch das manipulierende und manipulierte Video von PETA zum Anlass einer durchaus fragwürdigen Berichterstattung gegen den Erlebnis-Zoo Hannover genommen.

Edgar Verheyen – ein Hofberichterstatter von PETA?

Ob die Kampagne gegen die Fleischindustrie (z.B. Wiesenhof), Zirkusse (z.B. Krone) oder Zoos (z.B. Hannover): jede PETA-Kampagne kriegt einen Bericht beim Report Mainz und immer hat Verheyen, oft zusammen mit Monika Anthes, die Finger im Spiel. Beide bekamen für ihre Dokumentation über Wiesenhof sogar den Bayerischen Fernsehpreis, worüber auch der PETA-eigene Veganblog berichtete. Das macht Sinn, schließlich lieferte PETA ja auch das Material.

Im Fall Hannover wandte man ähnliche halbseidene Methoden an, wie bei Wiesenhof. So wurde dem Zoo andere Aufnahmen und ihre darauf basierenden Aussagen dann zu anderen Aufnahmen im späteren Bericht geschnitten, was Report Mainz allerdings bestreitet. Pikant in diesem Fall auch: Verheyen bekam völliges Exklusivrecht an den Aufnahmen von PETA, man bewarb vorher die Berichterstattung. Dann erstattete PETA Strafanzeige. Report Mainz, in Form von Verheyen und PETA, griffen in dieser Kampagne wie ein Reißverschluss ineinander – ein hervorragend choreographiertes PR-Kunststück.
Auf seiner Facebook-Seite bewirbt er natürlich auch seinen Elefantenbericht:

Nur Freunde können hier kommentieren. „Dank Report Mainz wird auch einem größeren Publikum von Zoo-, Zirkus- und Tierfreunden mal vor Augen geführt, was besonders junge Elefanten bei der Dressur und Abrichtung erleiden müssen!“, schreibt Karin Hutter, die bereits im Auftrag von PETA zu dem Thema Elefantenhaltung in Zoos arbeitete und auch öffentlich auftrat. Sie ist auch im Dunstkreis der Sekte rechtslastigen Kultgemeinschaft Universelles Leben (UL) zu sehen – eine Sekte, die auch innerhalb der Tierrechtsbewegung kritisch gesehen wird.

Da PETA auch gegen Haustierhaltung ist – gibt es zum Beispiel auch einen Film Verheyens gegen die Menschenobhut von Reptilien. Natürlich wieder auf Basis von PETA-Recherchen. Auch zum aktuellen Eierskandal hat PETA natürlich Material: In einer Pressemitteilung vom 31.07.2017 kündigt die Tierrechtsorganisation an: „Brustblasen, Entzündungen, federlose Hühner: Der Tierrechtsorganisation PETA wurden Videos und Bilder (online ab 31.7.2017 um 21:45 Uhr) zugespielt, die das Zeug für den nächsten Tierquäler-Skandal haben.“ Am Ende der PM wird die Sendung „Die Eierlüge“ angeteasert, sie wird ausgestrahlt am 31.07.2017 um 21:45 Uhr. Von wem ist der Film? Monika Anthes und Edgar Verheyen.

Die Liste von Kooperationen zwischen PETA und dem Reporter ließe sich noch länger fortführen; man erlebt seit Jahren offenbar abgesprochene und untereinander abgestimmte Kampagnen. Das werden wir weiter verfolgen.