Kein moderner Zoo unterstützt solche Vorgänge wie in Taiji | Foto: VanessaNYC07, Lizenz: CC BY-SA 4.0

PETA, Thomas Cook und der Walfang in Taiji

Exklusiv für zoos.media – 05.10.2018. Autor: Philipp J. Kroiß

Mit Blick auf die jünsten Ereignisse rund um Thomas Cook und bestimmte moderne Zoos scheint ein Aktienkauf von PETA am Jahresbeginn nun in anderem Licht.

PETA, Thomas Cook und der Walfang in Taiji

Im Rahmen der Berichterstattung von Thomas Cook kam heraus, dass der Reiseveranstalter eng mit einem Aquarium, das Wildfänge von Walen aus Taiji und Russland beherbegt verbunden ist und es auch – im Gegensatz zu seriösen zoologischen Einrichtungen – bewirbt.

Thomas Cook, Loro Parque, SeaWorld und der Walfang in Taiji

PETA begrüßte die Entscheidung von Thomas Cook, seriöse zoologische Einrichtungen nicht mehr anbieten zu wollen. Sehr überraschend ist das nicht, wenn man weiß, dass die Tierrechtsorganisation Aktien von Thomas Cook gekauft hat. Jetzt gibt es nur ein Problem für PETA: man kann ihnen aktuell vorwerfen, dass sie somit von Tierhaltungen profitieren, die vor dem Tierschutz-Aspekt mehr als fragwürdig sind.

Moderne Zoos und Aquarien kritisieren bereits seit etlichen Jahren die Praktiken des Walfangs in Taiji sehr deutlich und distanzieren sich deutlich von Einrichtungen, die noch diese Praktiken verfolgen. Der WAZA ist der härteste Schlag gegen die Delfinfangindustrie von Taiji bisher gelungen. PETA hat nichts dergleichen vorzuweisen.

Nun profitiert man auch noch gerne von den Geschäften mit Delfinen aus Taiji – das zeigt dann doch eine gewisse Doppelzüngigkeit der Tierrechtsorganisation.

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