Portrait eines kleinen Schweinchens | Foto: Petr Kratochvil, Lizenz: public domain

Mehr als 1.000 tote Schweine nach Stalleinbrüchen

Exklusiv für zoos.media – 07.02.2018. Autor: Philipp J. Kroiß

Stalleinbrüche gefährden Leben. Über 1.000 Ferkel starben sinnlos, weil bisher unbekannte Täter bei zwei Bauern eingebrochen waren und die Stromzufuhr zur Unterbringung der Schweine kappten.

Mehr als 1.000 tote Schweine nach Stalleinbrüchen

Es war ein wahrer Schock vor Weihnachten im letzten Jahr: Ein Bauer in Gülzow findet über 400 Ferkel tot in seinem Stall. Kriminelle waren über den Zaun gestiegen und hatten einfach die Stromversorgung manipuliert. Ohne Stromversorgung keine Lüftung und auch keine Heizung und dann mussten die Ferkel elendig verenden. Die Ostseezeitung befragte dazu den BUND und von dessen Seite hieß es kaltherzig, dass der Bauer die Tiere ja nicht hätte so halten müssen – in anderen Worten: selbst schuld. Das ist schon ein bemerkenswerter Vorgang, wenn Bauern die Straftaten anderer angelastet werden.

900 tote Schweine fielen auf dem Hof vom Sohn des Bundestagsabgeordneten Johannes Röhring der gleichen Masche zum Opfer. Der CDU-Politiker ist auch der Westfälisch-Lippischen Bauernpräsident. Einbrecher manipulierten die Alarmanlage und stellten auch über die Stromzufuhr die lebenswichtigen Versorgungssysteme ab. Der Staatsschutz ermittelt bereits. Schon 2015 gab es Einbrüche in den Stall. Damals hatten Tierrechtler Aufnahmen angefertigt, die dann vom ARD-Magazin „Panorama“ verbreitet wurden, das sich zum Teil einer Schmierenkampagne gegen den Politiker machte. Die Vorwürfe gegen den Hof konnten nie bewiesen werden – vermutlich also wieder mal manipulierte Aufnahmen.

Aber nicht nur Schweinen ging es an den Kragen. In Niedersachen gab es Brandanschläge auf Geflügelhaltungsanlagen, die vorher von Aktivisten ausgekundschaftet worden sind. Als im Heidekreis ein Stall abbrannte fand man auf einer Außenmauer Insignien des Ökoterrorismus-Verbands ALF.

Neue Stufe der Eskalation

Schmiererei radikaler Veganer | Quelle: oFace Killah/Flickr CC BY 2.0

Bezüglich der anderen Taten, die die Handschrift von Aktivisten tragen, müssen entsprechende Ermittlungsergebnisse abgewartet werden, um herauszufinden, wer die wahren Täter sind. Es passt in eine Serie der massiven Angriffe gegen Tierhalter und damit verbundenen Politiker. Das Tierrechtler immer radikaler werden, ist auch der FAZ deutlich aufgefallen und es wurde unter dem Titel „Nur ein totes Schwein ist ein freies Schwein“ ein hervorragender Artikel von Reiner Burger veröffentlicht.

Er weist auch darauf hin, dass Androhungen fürchterlichster Gewalt bereits seit längerem Gang und Gebe sind, indem er auf den Fall von Frau Schulze-Föcking hinweist. Auch hier hatte die ALF ihre Finger im Spiel. Die Organisation ist gut in der deutschen Tierrechtsszene vernetzt und genießt dort Anerkennung und Unterstützung.

Es ist also kein Wunder, wenn die Ökoterroristen nun zudringlicher werden, denn sie werden vom Staat ja nicht gestoppt, obwohl diese Organisation ja bereits in den USA als eine der größten inlandsterroristischen Bedrohungen eingestuft wurde. Dass ALF-Banner entrollt werden, war sogar bereits vor einem deutschen Zoo in NRW zu beobachten. Wenn nichts gegen diesen Ökoterrorismus unternommen wird und deren Unterstützer nicht konsequent von jeder staatlichen Förderung ausgeschlossen werden, werden vermutlich noch mehr Stalleinbrüche begangen und noch mehr Ferkel sterben müssen.

„Das vegane Kleinimperium schlägt zurück“

Dieser Buss wurde in Hamburg gesichtet und das Bild mehrfach von vielen unterschiedlichen Personen geteilt. | Foto: unbekannt

Aktionen und Drohungen seitens der Tierrechtsindustrie wie zum Beispiel gegen Herrn Röhring, Frau Otte-Kinast, Frau Klöckner und Frau Schulze Föcking dienen einzig und allein dem Zweck, die Politiker mundtot zu machen. Als Tierhalter sind sie natürlich in der Szene verhasst und ihr politischer Einfluss den Tierhaltungsgegnern ein Dorn im Auge. PETA zum Beispiel fertigte für drei der Genannten eine Art Abschussliste an und strich Frau Schulze Föcking durch als sie zurücktat, nachdem Straftaten gegen sie und ihre Familie begangen und noch viel Schlimmere angedroht wurden.

Der FAZ-Autor nennt diese Vorgänge pointiert: „Das vegane Kleinimperum schlägt zurück.“ Die Gesellschaft muss sich fragen, wie lange sie noch dulden will, dass demokratisch legitimierte Vertreter einem wahrhaften Terror ausgesetzt sind, nur, weil bestimmten Interessensgruppen ihre Arbeit nicht gefällt. So funktioniert Demokratie ja nicht. Niemandem muss gefallen, was ein Politiker macht, aber diese Methoden des Terrors sind nicht der richtige Weg sein Missfallen zu zeigen.

Glaubhafte Ansätze solche unseriösen Machenschaften verhindern zu wollen zeigen bisher nur CDU und FDP. Die SPD, Grüne und Linke beweisen hingegen, dass sie sich nur zu gerne auf die Seiten der Aktivisten stellen und sie sogar fördern, wenn sich dazu eine Gelegenheit bietet, wie man es in NRW unter Rot-Grün erlebt hat. Die AfD hingegen nimmt die ganze Diskussion nicht wirklich ernst, sondern versucht sie nur als Vorwand zu verwenden gegen ein politisches Spektrum Ressentiments zu schüren. Sie verkennt die Bedeutung der Diskussion, denn hier geht es nicht darum, wo man politisch steht, sondern darum, dass die Demokratie nicht von einer kleinen, kriminellen Minderheit torpediert werden darf, die Mittel und Wege gefunden hat, sich durch pseudo-gemeinnützigen Aktivismus selbst zu bereichern, und in dieser Sache müssten eigentlich alle demokratischen Parteien zusammen an einer Lösung arbeiten.