Foster's Bighorn Bar and Restaurant in Rio Vista, California | Foto: Carol M. Highsmith, keine bekannten Copyright-Restriktionen (laut Commons Wikimedia)

Trophäen-Jagd löscht „gute Gene“ und erhöht das Risiko auszusterben

Erschienen auf bbc.com am 29.11.2017. | Von: Helen Briggs

Obgleich Trophäen-Jagd Artenschutz finanziert, schadet sie ihm auch, weil ein so verkleinerter Genpool für Arten, die vom Aussterben bedroht sind, Gefahren birgt.

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Waldelefantenkuh mit Kalb im Mbeli River (Nouabalé-Ndoki National Park, Kongo) | Foto: Thomas Breuer, Lizenz: CC BY 2.5

Anmerkung: Der bekannte Zoologe Bernhard Grzimek differenzierte genau. Da Jagen nach Trophäen verurteilte er als „verabscheuungswürdiges Vergnügen sehr reicher Leute“, während er bei europäischen Jägern anerkennt, dass sie „bestimmte Tierarten vor dem Aussterben bewahrt“ hätten. „Wenn doch ein Staat den Anfang machte und die Einfuhr von Elfenbein verböte!“, schrieb er im Angesicht der Waldelefanten, die er nur „optisch erlegte“, doch leider hat er die Erfüllung dieses Wunsches nicht mehr erlebt.

Auf der Reise nahm er auch an einer Elefantenjagd teil, die aber für keinen Elefanten tödlich verlief. Die Tiere wurden eingefangen und schließlich wählte Grzimek Dima, ein recht kleines, aber doch draufgängerisches Tier, aus, die von dort aus nach Frankfurt kam, wo sie bis 1979 lebte. Er hatte schon einen Sonderflug für ein Okapi gechartert und da noch Platz war kam sie „als Andenken mit nach Frankfurt“. Leider blieb sie auch die einzige Botschafterin ihrer Art dort und es fand keine Zucht statt. Heute könnte man eine stabile Population als Botschafter von Waldelefanten in Europa sehr gut brauchen, denn die Art ist bedroht.