Schmiererei radikaler Veganer | Quelle: oFace Killah/Flickr CC BY 2.0

Wikileaks: Wie PETA die Ökoterroristen unterstützte

Exklusiv für zoos.media – 09.01.2019. Autor: Philipp J. Kroiß

Der Bericht behandelt eine Analyse der Tierrechtsindustrie, die auf der Plattform Wikileaks verfügbar ist, und erklärt Verbindungen zwischen PETA und Ökoterroristen.

Wikileaks: Wie PETA die Ökoterroristen unterstützte

Die Enthüllungsplattform Wikileaks erlangte Berühmtheit, weil sie Verborgenes zu Tage brachte. Zu finden ist dort auch eine Analyse der Tierrechtindustrie durch den Dienstleister Helios Global für das United States Department of Homeland Security’s National Preparedness Directorate. Das aus dem Jahre 2008 stammende, umfangreiche Papier ist eine sehr interessante Analyse der radikalen Tierrechtsszene in den Vereinigten Staaten von Amerika. Es deckt Netzwerke auf und demaskiert Unterstützer.

Demaskierende Verbindungen

“PETA, the Fund for Animals, In Defense of Animals, the New Jersey Animal Rights Alliance, and certain individuals within the HSUS are known or suspected of having financial ties to individuals and groups associated with ecoterrorism.”
[Übersetzung: “PETA, der Fund for Animals, In Defense of Animals, die New Jersey Animal Rights Alliance und bestimmte Personen innerhalb der HSUS sind bekannt oder stehen im Verdacht, finanzielle Verbindungen zu Einzelpersonen und Gruppen im Zusammenhang mit Ökoterrorismus zu haben.”]

Das ist erstmal ein interessanter Verdacht – aber, was ist dran? Angi Metler war, gemäß den Angaben, sowohl für PETA als auch für die ALF als Sprecherin tätig. Und es geht noch weiter: Dr. Jerry Vlasak, ebenfalls ALF-Sprecher, war auch Sprecher einer PETA angegliederten Gruppierung. Neben personellen Überschneidungen gibt er Bericht aber auch noch mehr her.

“A similar sign of increasing radicalization within the ranks of the environmentalist and animal-rights community was echoed by Ingrid Newkirk, a former Maryland police officer turned cofounder and president of the animal-rights organization People for the Ethical Treatment of Animals (PETA), when she asked rhetorically: “Perhaps the ALF exists because of complacency. After all, if peaceful dialogue worked, there would be nothing for the ALF to do; it would not have a job. So when a hundred years or more of writing polite letters fails to effect vital change, should we condemn those who are compelled to try something stronger or condemn those who refused to change?””
[Übersetzung: “Ein ähnliches Zeichen einer zunehmenden Radikalisierung innerhalb der Reihen der Umwelt- und Tierrechtsszene wurde von Ingrid Newkirk, einer ehemaligen Polizeibeamtin aus Maryland, die zur Mitbegründerin und Präsidentin der Tierrechtsorganisation People for Ethical Treatment of Animals (PETA) wurde, bekräftigt, als sie rhetorisch fragte: “Vielleicht existiert die ALF aus Selbstgefälligkeit. Wenn der friedliche Dialog funktioniert hätte, hätte die ALF nichts zu tun; sie hätte keine Arbeit. Wenn hundert oder mehr Jahre, in denen höfliche Briefe zu keiner tiefgreifenden Veränderung geführt haben, sollten wir diejenigen verurteilen, die dazu genötigt sind, etwas Stärkeres zu versuchen oder diejenigen zu verurteilen, die sich geweigert haben, sich zu ändern?””]

Es gibt also auch ideologische Rückendeckung für die Ökoterroristen. Wem das noch nicht genug ist, den interessieren noch sicher die direkte finanzielle Unterstützung von PETA in Richtung der Ökoterroristen, die eine Zeugenaussage vor dem U.S. Senate Committee on the Environment and Public Works hervorbrachte. So habe PETA einen Menschen namens Gary Yourofsky angestellt und würde ihm auch ein regelmäßiges Gehalt zahlen. Yourofsky sagte einem Reporter im Jahr 2002, er würde den Tod von medizinischen Forschern im Zusammenhang von Brandanschlägen der ALF „eindeutig unterstützen“. PETA stellte Yourofsky angeblich an, nachdem er dieses Interview gegeben hatte.

In den 1990er Jahren gewährte PETA Förderungen und Darlehen in Höhe von insgesamt 70.990 US-Dollar zur Unterstützung der rechtlichen Verteidigung von Rodney Coronado, einem selbsternannten ALF-Mitglied, das später wegen Brandstiftung an der Michigan State University (MSU) verurteilt wurde. 2002 gab es dann einen Scheck über 1.500 US-Dollar für die North American Earth Liberation Front. Joshua Harper wurde mit 5.000 US-Dollar unterstützt. Nach Anklage wegen Federal Animal Enterprise Terrorism gab es für ihn drei Jahre Haft. David Wilson, ein Aktivist, der in den 1990ern als offizieller Sprecher der ALF fungierte, bekam 2.000 US-Dollar. Soweit die Zeugenaussage, die der Bericht als kredible Quelle nutzte.

Das sind ja auch nur die Verbindungen, die bekannt sind – PETA geht ja auch nicht besonders transparent mit den Spenden und Ausgaben um zudem operieren die Tierrechtsterroristen ohnehin im Untergrund. Die ALF ist weiter gewachsen und auch PETA hat sich weiter vergrößert. Beide Gruppierungen sind auch in Deutschland aktiv. PETA Deutschland e.V. wurde 1993 als Partnerorganisation gegründet und Ingrid Newkirk steht auch in Deutschland dem Verein vor.

Wie lang ist PETA noch gemeinnützig?

In Deutschland ist die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung nicht erlaubt. Das FBI erklärt ja schon 2004: “During the past several years, however, special interest extremism, as characterized by the Animal Liberation Front (ALF), the Earth Liberation Front (ELF), and related extremists, has emerged as a serious domestic terrorist threat.” [Übersetzung: “In den letzten Jahren hat sich jedoch der Extremismus von besonderem Interesse, der durch die Animal Liberation Front (ALF), die Earth Liberation Front (ELF) und verwandte Extremisten zu charakterisieren ist, zu einer ernsthaften, terroristischen Bedrohung im Inland entwickelt.”]

Es wird abzuwarten sein wie lange deutsche Behörden dieses Problem anscheinend nicht ernst nehmen.