Selbstporträt eines Schopfmakaken-Weibchens (Macaca nigra) in Nord-Sulawesi (Indonesien) mit der Kamera des Fotografen David Slater. | Lizenz: public domain

„Star Wars“-Fake-Studie wird „peer reviewed“ veröffentlicht

Erschienen auf blogs.discovermagazine.com am 22.07.2017.

Eine Studie über Midi-Chlorianer wurde in Journalen veröffentlicht, die das Attribut „peer reviewed“ als Produkt verkaufen – ein echter Skandal.

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Anmerkung: Der Artikel stellt klar, dass es nicht darum geht, die Wissenschaft zu kreditieren, sondern nur vor einer bestimmten Praktik von gewissen Magazinen, die ‚peer reviewed‘ als Produkt verkaufen. Man bezahlt nämlich dafür, dass diese Journale es als ‚peer reviewed‘ veröffentlich, was logisch ist, da die Experten, die das prüfen, bezahlt werden müssen. Die Gewinnspanne für die Journale ist aber natürlich höher, wenn es gar nicht oder nicht sauber geprüft wird. Somit zeigt uns dieser Artikel, das ‚peer reviewed‘ uns nicht von Quellkritik entbindet; es ist kein Freifahrtsschein für gute Wissenschaft. Obwohl es eigentlich mal so gedacht war, haben unseriöse Journale es zerstört.

Das heißt jetzt nicht, dass jede Wissenschaft aus diesen Journalen falsch ist – es heißt nur, dass man kritisch bleiben muss, was eigentlich auch selbstverständlich sein sollte. Die Diskussion ist damit, gerade für Laien, nicht einfacher geworden. Diese Praktik erklärt aber auch wie manche unseriösen „Studien“ von Tierrechtslobbyisten den Status ‚peer reviewed‘ bekamen, obgleich sie völlig abwegig sind und wissenschaftlichen Standards nicht genügen.