Der Flussdelfin BABY hat die Lebenserwartung seiner wilden Artegnossen bereits um Jahrzehnte überschritten. | Foto: zoos.media

Duisburger Zoo veröffentlicht neue Webseite über Walhaltung

Exklusiv für zoos.media – 21.02.2017. Autor: Philipp J. Kroiß

Nach einer Webseite über die Großen Tümmler, erfährt man nun auch über alle anderen gehaltene Walarten spannende Infos.

Duisburger Zoo veröffentlich neue Webseite über Walhaltung

Delfinkalb Debbie im Zoo Duisburg putzmunter | Foto: zoos.media

Wie schon angekündigt wurde am Samstag eine Webseite vom Zoo Duisburg veröffentlicht, die nun auch alle anderen je gehaltenen Walarten beinhaltet – schon lange betreibt man eine Webseite zu der aktuell im Delfinarium gehaltenen Art des atlantischen Großen Tümmlers, die ständig aktualisiert wird. Die neue Webseite enthält nun auch die Daten zu den Flussdelfinen, Sotalias, Jacobitas, Schweinswalen und Belugas.

Einmalige Transparenz

In ihrer Geschichte war die Cetaccenhaltung in Duisburg schon immer Vorreiter für Haltungen in ganz Europa. Die Pionierarbeit für viele Arten ist unter anderem Verdienst der Experten am Kaiserberg, die dort über ein halbes Jahrhundert schon wertvolle Arbeit leisten – sowohl zur Verbesserung der Situation der Tiere in situ, als auch ex situ.

Auch in Bezug auf Transparenz der Walhaltungen ist man in Duisburg schon länger Vorreiter. Das „gläserne Delfinarium“ in Duisburg ist das erste dieser Art auf der Welt. Kein Delfinhalter gibt mehr Einblick in seine Haltung als der Zoo Duisburg.

Wichtige Daten

Transparenz ist der beste Schutzschild gegen den Populismus der Tierrechtsorganisationen. Lange Zeit hatten diese nämlich behauptet, der Zoo Duisburg bzw. sein Delfinarium sei der „größte Delfinfriedhof„. Das konnten wir bereits widerlegen. Nun kann es jeder selbst tun. Jeder sieht nun, warum die Tiere gestorben sind, wie viele Tiere gestorben sind und man kann ermessen, dass es nicht an Haltungsmängel, an nicht artgemäßer Haltung oder an anderen Gründen lag, die diese Bezeichnung und die damit verbundene Kampagne in irgendeiner Form legitimieren.

Dörte schaut neugierig durch eine Scheibe im Delfinarium des Zoo Duisburg | Foto: zoos.media

Wir erfahren, dass jedes Jahr 300.000 Cetaceen allein durch Beifang sterben. Die Umweltverschmutzung wird zu einem so großen Problem, dass sie die Wale mit jeder Generation mehr trifft und nicht nur ihrer Gesundheit schadet, sondern auch ihrer Reproduktionsfähigkeit. Unterwasser wird es immer lauter und ganze Berge von Plastik schwimmen durch die Meere. Lebensräume für Wildtiere werden kleiner und schädliche Einflüsse vieler rücksichtslos wirtschaftender Menschen haben die „freie Wildbahn“ abgeschafft.
Ohne die Erkenntnisse, die Edukation und das Wissen, dass wir in Menschenobhut sammeln und dann mit den anderen Forschungszweigen kombinieren, sind lassen wir die Wale dieser Katastrophe schutzlos ausgeliefert zurück. Heute braucht es Delfinarien und Aquarien mehr als je zuvor. Zusammen mit Partnern, wie etwa Yaqua Pacha e.V., spielt der Zoo Duisburg seit Jahrzehnten im Erhalt der Biodiversität in unseren Ozeanen und der ganzen Welt eine wichtige und unersetzbare Rolle.