Ein Jungtier der Prinz-Alfred-Hirsche im Zoo Landau. | Foto: Zoo Landau

Zoo Landau: Doppelte Sensation bei den Prinz-Alfred-Hirschen

Exklusiv für zoos.media – 11.11.2017. Autor: Philipp J. Kroiß

Zum ersten Mal sind im Zoo Landau in der Pfalz Zwillinge bei den Prinz-Alfred-Hirschen geboren worden! Ein großer Erfolg für den Schutz der bedrohten Art.

Zoo Landau: Doppelte Sensation bei den Prinz-Alfred-Hirschen

Zwillinge sind bei Prinz-Alred-Hirschen sehr, sehr selten. | Foto: Zoo Landau

Das ist eine wahre Sensation im Zoo Landau! Bei weniger als 2% der Geburten in Menschenobhut, können Zoos eine Zwillingsgeburt feiern. Der Zoo Landau führt das Zuchtbuch für diese in der Wildbahn leider bedrohte Art und es gab seit dessen Erstellung bisher nur vier Zwillingsgeburten, von denen allerdings bisher nur ein einziges Jungtier überlebte. Für den Jungen und das Mädchen in Landau sieht aber alles bisher ganz wunderbar aus. „Das zweite Zuchtweibchen, eine im Jahr 2015 geborene Halbschwester der Zwillinge, brachte am 10. Oktober ihr erstes Jungtier zur Welt und zieht es ebenfalls erfolgreich auf“, erklärt der Zoo Landau. Das neue Zuchtmännchen, der im Sommer letzten Jahres in den Zoo kam, scheint mit den beiden Damen also sehr gut zu harmonieren, was von besonderer Bedeutung ist, da die Paarung von ihm und den beiden Hirschkühen für das Zuchtbuch und dessen genetische Diversität von enormer Wichtigkeit ist.

„Der Prinz-Alfred-Hirsch gehört zu den Arten, bei denen der Nachzucht in Zoologischen Gärten besonders große Bedeutung zukommt, denn das Überleben der Art in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, der Inselwelt der Philippinen , ist fraglich.“ – Zoo Landau

Stark bedrohte Hirschart

Die Punkte behalten Prinz-Alfred-Hirsche ein Leben lang. | Foto: Zoo Landau

Für die wilden Artgenossen in der Wildbahn spitzt sich die Lage immer weiter zu: die gefährdete Art hat 95 – 98% ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes verloren. Nur noch auf zwei Philippinischen Inseln, kann man die Tiere in der Wildbahn vorfinden. Die Zerstörung des Lebensraums setzt dieser Art gewaltig zu und hat sie in schwer zugängliche Bereiche verdrängt. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, wird die Art, obgleich sie geschützt ist, intensiv bejagt. Schätzungen zu Folge gibt es nur noch wenige hundert Tiere, weshalb jede Geburt in Zoos ein freudiges Ereignis ist.

In der Erhaltung der Art nimmt der Zoo Landau eine Schlüsselposition ein und leistet wichtige Arbeit, die man übrigens mit einer Patenschaft für die Tiere unterstützen kann.