Exklusiv für zoos.media – 27.01.2026. Autor: Philipp J. Kroiß
Auch für 2026 hat sich wieder ein Zootier des Jahres gefunden. In diesem Jahr wird der Fokus nun auf Kronenkranichen liegen. Ihnen wird auch in der Natur geholfen.
Zootier des Jahres 2026: Der Kronenkranich
Jedes Jahr wird ein neues Zootier des Jahres gefunden. Für 2026 fand sich mit dem Kronenkranich eine Tierart, die viele aus Zoologischen Gärten kennen. Die Vögel wirken elegant und werden gerne bewundert. Sie sind so durchaus vielen Menschen präsent. Gleichzeitig ist ihre Bedrohung in der Natur oft gar nicht so bekannt, wie sie es sein sollte.
Arbeit ex situ und in situ

Natürlich sorgt die Kampagne nicht nur ex situ, also außerhalb des Lebensraums, für Furore, sondern wird auch Auswirkungen im natürlichen Lebensraum, also in situ, haben. Auch dabei gibt es wieder, wie üblich, zwei Fokus-Punkte. Das sind Projekte in Tansania und Kenia.
In Tansania kooperiert man mit der Organisation Nature Tanzania. Dabei geht es um Renaturierung von Feuchtgebieten und gezielte Monitoring-Maßnahmen. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung werden Konzepte erarbeitet, die die letzten Rückzugsorte der Kronenkraniche schützen sollen. So wird die Biodiversität in Ostafrika aktiv bewahrt.
In Kenia will man die wichtigen Brut- und Lebensräume in den lokalen Feuchtgebieten sichern. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Bevölkerung vor Ort werden Aufklärungskampagnen durchgeführt und Schutzmaßnahmen etabliert, um die Populationen langfristig vor Wilderei und Habitatverlust zu bewahren. Dabei steht besonders der Graue Kronenkranich als am stärksten bedrohte Kranichart weltweit im Fokus.
11. Zootier des Jahres
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So kann die Kampagne auf 10 erfolgreiche Jahre zurückblicken. In dieser Zeit konnte viel Geld gesammelt und es konnten viele Schutz-Projekte umgesetzt werden. Die Idee basiert letztendlich auf dem One Plan Apporoach to Conservation Planning der Weltnaturschutzunion (IUCN): Man verbindet Aktionen in situ und ex situ, um Überleben zu sichern.
Obgleich der Kronenkranich im Mittelpunkt der Kampagne steht, wird diese Arbeit nicht nur dieser einen Art zugute kommen. Arten kann man nicht isoliert schützen. So wird nicht nur das Zootier des Jahres von der Kampagne profitieren, sondern viele andere Tiere, ihre Arten sowie auch deren natürliche Lebensräume ebenso. Das ist von großem Wert.
Ein Partner der Kampagne sind seit jeher auch die Zooförderer. Das sind Zoofreunde, die sich ehrenamtlich in Fördervereinen zusammengefunden haben und in der Gemeinschaft der Zooförderer (GdZ) organisiert sind. Unser Beiratsmitglied Bruno Hensel steht der GdZ vor und hat sich so natürlich auch zum Zootier des Jahres geäußert.
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