Exklusiv für zoos.media – 29.05.2026. Von: Philipp J. Kroiß
Planet Zoo sollte die Zoo-Simulation schlechthin werden. Das Spiel blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Nun soll es wohl ein zweiter Teil richten – allerdings auf Kosten der Spieler.

Planet Coaster 2 kommt ohne Vervollständigung des ersten Teils
„Die Entwickler von Planet Coaster und Zoo Tycoon präsentieren die ultimative Zoo-Simulation“, heißt es bis heute auf Steam über das Spiel Planet Zoo. Das Spiel ist hinter der Erwartung immer zurückgeblieben. Letztendlich gab es wesentliche Bestandteile eines Zoos nie wirklich im Spiel: Volieren und Aquarien in einer Art und Weise, die einem modernen zoologischen Garten angemessen wären.
Die Community hoffte jahrelang auf eine entsprechende Erweiterung. Das brachen diese aber nicht. Stattdessen wurden vorhandene Tiermodelle offenbar nur etwas verändert, um andere Spezies präsentieren zu können. Das Spiel wirklich wesentlich näher an das Versprechen, „die ultimative Zoo-Simulation“ zu werden, brachten sie nicht.
Wird Planet Coaster 2 besser?
Nun soll es wohl ein zweiter Teil richten. Das bedeutet für die Spieler zu aller erst: Nochmal 50€ für ein neues Basis-Spiel bezahlen. Ob die Spieler dann auch für bereits im ersten Teil bezahlte Arten zur Kasse gebeten werden, muss man noch abwarten. Abwarten scheint allerdings generell ein wichtiges Konzept zu sein.
Die ähnlich vermarktete Freizeitpark-Serie Planet Coaster hatte einen schweren Start des zweiten Teil. Immerhin aber war in dieser Serie das erste Spiel vollständig für einen Rollercoaster-Park, wie der Name es verspricht. Der zweite Teil hatte einen sehr holprigen Start. Spieler und Community kritisierten das Spiel scharf für fehlende Spieltiefe, technische Fehler, eine als unübersichtlich empfundene neue Workshop-Plattform sowie starke Einschränkungen beim Management-Aspekt. Erst nach Monaten mit kostenloses Updates schaffte man es, die Community milder zu stimmen.
Ob nun also Planet Zoo 2 endlich das Spiel wird, das man sich unter der Ankündigung des ersten Teils vorstellte, muss man abwarten. Ob Spieler nochmal darauf wetten, dass wenigstens im zweiten Teil alles besser wird, kann man auch erst später sehen. Man wirbt für den zweiten Teil zwar mit „reine[n] Wasser- und Flugtiere[n]“, aber wie viel wirklich Neues das bringt, sodass sich ein neues Basis-Spiel wirklich als notwendig zeigt, wird abzuwarten sein.
Viel Neues?
Bis darauf, dass man mit Volieren und der Unterwasserwelt nun das nachholt, was man im ersten Teil versäumt hat, nähren die Screenshots wenig Hoffnung darauf, dass sich das Spiel sonst weiter verbessert hätte. Die Tiermodelle sehen aus wie gewohnt. Mehr Detailreichtum wird der durchschnittliche Spieler wohl eher nicht erkennen. Wege, Gebäude und Natur sehen auch nicht grundsätzlich anders aus.
So drängt sich erneut die Frage auf: Warum dann ein völlig neues Spiel? Eine Erweiterung hätte es wohl auch getan. Das wäre für die Spieler wohl auch der bessere Deal gewesen, weil sie preisgünstiger gewesen wäre, als nun quasi mit einem neuen Spiel wieder bei 0 anzufangen.
So wirklich neu ist wohl nur, dass man auch mit Naturschutzgebieten arbeiten kann. Schon im ersten Teil konnten Tiere ausgewildert werden. Das soll man aber nun in konkreten Gebieten können. Wie oberflächlich das aber ist, bleibt aktuell noch unklar. Sowas in den ersten Teil einzubauen wäre aber wohl auch kein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Aber natürlich spült es am Ende mehr Geld in die Kassen, wenn die Leute ein neues Basis-Spiel kaufen müssen, um dann vielleicht endlich im zweiten Teil zu bekommen, was im Zusammenhang mit dem ersten schon versprochen wurde.
