
Korallen sind auch Tiere und Korallenriffe stark bedroht. Der Rückgang der Elchgeweih- und Hirschgeweihkorallen fällt dabei besonders auf, aber Acropora-Arten generell galten als enorm stark bedroht. Ex-situ-Aktivitäten wurden als notwendig erachtet, um zur Erhaltung und Wiederherstellung dieser Arten beizutragen. Es entstand 2012 die weltweit erste Korallen-Kryobank, die bereits damit beginnt, weltweit zur Wiederherstellung von Riffen beizutragen.
Eine globale Allianz arbeitet zusammen, um Fragmente aller 1.000 Korallenarten zu sammeln. Dies geschieht, indem Korallen mithilfe standardisierter Methoden in Menschenobhut gebracht werden, wodurch auch Populationen in Menschenobhut entstanden. Diese Kryobank besteht aus einer großen Anzahl von Korallenarten und -individuen aus dem Great Barrier Reef und ist heute zum Beispiel die größte Wildtierbank Australiens.
Diese im Rahmen dessen entwickelten Techniken werden nun genutzt, um weltweit neue Korallen zur Wiederherstellung von Riffsystemen zu schaffen. Beispielsweise leben in Florida mittlerweile über 600 so produzierte Korallen in menschlicher Obhut. Damit will man die Riffe Floridas aufforsten – mehr dazu zum Beispiel hier. Engagiert ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel das Florida Aquarium. Allerdings beteiligen sich auch viele andere zoologische Institutionen.
