
Diese Antilope wird oft auch einfach nur als Addax bezeichnet, weil sie die einzige Vertreterin ihrer Gattung ist. Die nah mit den Oryx-Antilopen verwandten Tiere wurden schon immer für ihr Fleisch lokal bejagt. Das stellte über Jahrhunderte und Jahrtausende nie ein Problem dar. Dann kam die Jagd zwecks des „Vergnügens“ allerdings auch in das Verbreitungsgebiet der sehr leicht zu erlegenden Tiere und das Drama nahm seinen Lauf.
Im natürlichen Lebensraum der Art, im Niger und im Tschad, leben keine 100 Addax mehr. Aber es gibt Hoffnung und die Wiege deren liegt im Erlebnis-Zoo Hannover. Hier wird nämlich das Europäische Zuchtprogramm (EEP) für diese Art, seit seiner Entstehung 1991, von Biologen koordiniert. Das geschieht in sehr enger Zusammenarbeit mit dem Sahara Conservation Fund.
Mit ihm hat man auch so genannte halb-wilde Populationen etabliert, um sie geschützt in Tunesien und Marokko zu managen. In diese Nationalparks wurden auch zahlreiche im Zoo geborenen Tiere integriert. Die Zucht verläuft überall sehr gut und es gibt eine sehr berechtigte Hoffnung für diese Art, doch noch überleben zu können. 2019 gab es dann die erste Auswilderung: 32 Tiere kamen, ausgestattet mit von Zoos finanzierten Senderhalsbändern zur Überwachung, in das M’Hamid Reserve. Mitte Januar 2020 wurden im zentralen Tschad 15 zoogeborene Addax wieder angesiedelt.
