
Sie sind die einzigen endemischen Papageien, die auf Mauritius vorkommen: Mauritiussittiche. Zur Jahrtausendwende existierten nur noch etwas mehr als 100 Tiere vor Ort. Mit dem höchsten Bedrohungsstatus stand die Art auf Messers Schneide. Dass es nicht mal 20 Jahre später wieder über 500 dieser Papageien gab, ist im Wesentlichen der Loro Parque Stiftung zu verdanken.
Sie sind, wie viele Papageienarten generell, von Bäumen abhängig, damit sie nisten können. Wird nun dieser Baumbestand geschädigt, wird es schwer für sie, sich erfolgreich fortzupflanzen. Genau dieses Schicksal ereilte die Mauritiussittiche. Also galt es einmal den Naturbestand an Bäumen und somit eben auch dieser Papageien zu schützen, aber man wilderte zur Unterstützung der Wildpopulation auch Vögel aus. Dazu wurde eine Aufzuchtstation eingerichtet, wo man wildgefangene Männchen mit fruchtbaren Weibchen zusammenbrachte.
Diese Kombination sorgte für den Erfolg und führte mit der Zeit zu einem kleinen, aber wichtigen, weil nachhaltigem Boom der Population. Erstmals seit dem 18. Jahrhundert konnte sich die Population so wieder ausdehnen. Ohne ihre Haltung in Zoos, die wichtige Erfahrungswerte für die erfolgreiche Zucht lieferten, wäre das nicht möglich gewesen.
