Laysanente im Midway Atoll National Wildlife Refuge | Foto: E.J. Peiker/USFWS - Pacific Region | Lizenz: CC BY 2.0

Anas laysanensis: Laysanente

Laysanente im Midway Atoll National Wildlife Refuge | Foto: E.J. Peiker/USFWS – Pacific Region | Lizenz: CC BY 2.0

Im ersten Jahrtausend begann das Verschwinden dieser besonderen Enten. Die Besiedelung der Hawaiianischen Inseln durch Polynesier brachte nicht nur Menschen, sondern auch neue Tiere auf die Inseln, die auf die Laysanenten begannen Jagd zu machen. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Spezies nur noch auf der Insel Laysan – von den Einheimischen Kauō genannt – zu finden. Aber warum bedrohten die neuen Spezies die Enten so? Statt vor Fressfeinden zu fliehen, frieren sie ihre Bewegung ein. Das war effektiv gegen die ursprünglich einheimischen Raubvögel, aber nicht gegen die neuen Raubtiere. Einfach zur einer anderen Insel zu fliegen, ist ihr auch unmöglich.

So nahm das Unheil seinen Lauf und es gab immer weniger Laysanenten. So einfach konnte man die Raubtiere, die es sich über Jahrhunderte gemütlich gemacht hatten, auch nicht mehr losbekommen. Daher war schnell ein Bedarf für eine Ex-Situ-Population da. In den 1960er Jahren begann die Erhaltungszucht. Daran beteiligen sich bis heute viele Zoologische Gärten, wie zum Beispiel der Amerika-Tierpark Limbach-Oberfrohna. Die Absicherungsmaßnahmen im angestammten Lebensraum der Enten funktionierten auch. So sah erstmal alles wieder besser aus. Dann kam eine 1993 durch El Niño ausgelöste Dürre. Demzufolge gab es weniger als hundert wilde Laysanenten. Sie haben den höchsten Bedrohungsstatus auf der Roten Liste inne.

Die Art konnte sich auf der Insel erholen, aber man setzte sich zum Ziel die Wild-Population breiter aufzustellen. So wilderte man Laysan-Enden auf den Midway- und Kure-Atollen aus. Dadurch versucht man die Art wieder zu alter Stärke zu bringen. Die durch Erhaltungszucht aufgebaute und weiterhin unterhaltene Reserve-Population in Menschenobhut ist dabei eine wichtige Rückversicherung, denn Insel-Ökosysteme sind immer sehr anfällig. Zudem hat man so auch immer genug Tiere, wenn ein Auswilderungsprojekt scheitern würde in der Hinterhand.

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