
So unecht ist diese Schildkröte gar nicht, wie ihr Name einem weiß machen will. Es könnte sie aber bald nicht mehr geben, denn die Meeresschildkröte ist stark bedroht. Bei der Unechten Karettschildkröte handelt es sich um eine der vielen Botschafter-Arten für die Meeresverschmutzung. Hinzu kommt, dass Menschen sie auch durch ihre Anwesenheit großen Risiken aussetzen: Bootsverkehr und Fischerei sind wesentliche Bedrohungsfaktoren. Die sorgen für Probleme.
So kommt es dann auch immer wieder zu Unfällen. Hier können dann Zoos und Aquarien helfen: Durch ihr medizinisches Knowhow lassen sich die Verletzten versorgen und halten. Wenn sie dann wieder bereit sind, können sie wieder in die Natur gebracht werden. Aus diesen Momenten, in denen die Schildkröten vom Strand in die Wellen wandern, machen viele zoologische Institutionen edukative Erlebnisse besonders für Schulklassen. Zudem gibt es auch sonst Auswilderungen von Tieren. Zum Beispiel wilderte das Oceanogràfic València 17 Unechte Karettschildkröten aus [Stand: 2024].
Auch die Loro Parque Stiftung hat ein Projekt. Das schaut besonders auf die kanarischen Inseln. Die heimischen Tiere werden gerettet, gesund gepflegt und wieder ausgewildert. Aber nicht jede Schildkröte kann wieder zurück in die Natur. Bei zu starken Verletzungen und einer lebenslangen Angewiesenheit auf menschliche Pflege bieten Zoos und Aquarien den Tieren auch eine langfristige, artgemäße Unterbringung an. So werden die Tiere zu Botschaftern. Auch als solche helfen sie der Spezies. Sie repräsentieren die Projekte. Diese sollen das Überleben sichern. Dadurch bekommt die Art eine Chance.
