
Schlammteufel kommen, neben der Nominatform, auch noch als Cryptobranchus alleganiensis bishopi, den man auch Ozark-Hellbender nennt, vor. Beide gibt es in der Natur aktuell viel zu selten, aber Zoologische Gärten schicken sich an, das zu ändern. Sie stärken die Wildbestände durch Auswilderungen. Hier ist zum Beispiel der St. Louis Zoo sehr aktiv. Inzwischen konnte sogar schon berichtet werden, dass sich ein im Zoo geborener und dann ausgewilderter Ozark-Schlammteufel bereits in der Natur vermehrt hat. Das hat Geschichte geschrieben.
Der Nashville Zoo schaut auf beide Unterarten und wildert ebenfalls aus. Zum Glück schließen sich immer mehr Zoos dem erfolgreichen Projekt an. Da das Auswilderungskonzept funktioniert und sich die Tiere in der Natur fortpflanzen, sieht es nun für die sehr besonderen Amphibien-Art gar nicht mehr so schlecht aus. Ohne Zoologische Gärten aber wäre das nicht möglich. Dank ihnen haben die Riesensalamander eine echte Chance auf eine Zukunft auf diesem Planeten.
Der harmlose Salamander mit dem furchteinflößenden Namen bekommt von den Zoologischen Gärten auch eine Image-Kampagne. Das ist wichtig bei solchen Arten, die durch allerlei Volksglaube diskreditiert wurden. Daher ist, neben der Erhaltungszucht, auch die Aufklärung eine wichtige Säule des Projekts. Das befriedet auch eine lokale Bevölkerung und baut Ängste ab. Mit Teufeln oder der Hölle haben die Tiere nämlich nichts gemein.
Seltener Gast in Europa

Während es, laut Zootierliste, zum Beispiel von der Nominatform in den USA insgesamt 50 Haltungen gibt (Stand: 2026), sieht man Schlammteufel in Europa sehr selten. Im DACH-Raum gibt es nur eine Haltung: Im Haus des Meeres in Wien. In einer neu geschaffen Installation im Südstiegenhaus können die Raritäten seit einigen Jahren beobachtet werden. Es handelt sich dabei um Nachzuchten aus Nashville. Ansonsten gibt es die Unterart nur noch in Zagreb zu sehen.
Schlammteufel ohne Unterartenstatus kann man, laut Zootierliste, (Stand: 2026) in Basel, Berlin und Chemnitz. Sie sind wichtige Botschafter für diese viel zu selten sichtbaren Wunder der Natur, die man unbedingt erhalten möchte. Den Ozark-Hellbender gibt es aktuell (Stand: 2026) nur im St. Louis Zoo zu sehen. Aktuell wird die Zukunft dieser Spezies in Zoo & Aquarien geschaffen.
