Leopoldo Afonso, Bürgermeister von Puerto de la Cruz, Wolfgang Kiessling, Präsident vom Loro Parque, Héctor Mateo, kanarischer Generaldirektor für Infrastruktur, Nachhaltigkeit & Tourismusqualität, und Christoph Kiessling, Vize-Präsident vom Loro Parque, im Gespräch bei der Pressekonferenz. | Foto: Loro Parque

11. Internationaler Papageien-Kongress: 800 Experten aus 57 Ländern

Exklusiv für zoos.media – 17.09.2026. Von: Philipp J. Kroiß

Die 40-jährige Erfolgsgeschichte des Internationalen Papageien-Kongresses auf Teneriffa wurde auch bei seiner 11. Ausgabe weitergeschrieben. 800 Experten aus 57 Ländern waren der Einladung vom Loro Parque und seiner Stiftung gefolgt.

Im Loro Parque geborene, dann ausgewilderte Lear-Aras mit Nachwuchs in der Natur | Foto: Loro Parque Stiftung

11. Internationaler Papageien-Kongress: 800 Experten aus 57 Ländern

Am heutigen Tage geht der 11. Internationale Papageien-Kongress zu Ende. Zahlreiche Experten aus verschiedenen Ländern der Erde konnten sich zu unterschiedlichen Themen rund um Papageien austauschen. Einmal mehr hat der alle vier Jahre stattfindende Kongress erfolgreich Leidenschaft und Wissenschaft verbunden.

„Dass 800 Fachleute aus fast 60 Ländern auf Teneriffa zusammenkommen, verdeutlicht die Dimensionen, die ein hier vor vier Jahrzehnten ins Leben gerufener Kongress inzwischen erreicht hat. Unser Ziel ist es, dass dieser Wissensaustausch dazu beiträgt, konkrete Lösungen für den Schutz von Arten und ihren Lebensräumen zu entwickeln.“

Christoph Kiessling, Vize-Präsident vom Loro Parque

Wissenschaft im Zentrum

Hornsittich im Loro Parque – die Art wurde von der Loro Parque Stiftung vor dem Aussterben bewahrt. | Foto: zoos.media

Viele Menschen haben eine große Leidenschaft für Papageien. Wissenschaft ist das Vehikel, um daraus konkrete Maßnahmen zum Erhalt und Schutz von Papageien zu machen. Daher spielte das auch in Programmpunkten wie etwa dem „Leaders Breakfast“ eine große Rolle. Hierbei moderierte der bekannte Experte Rafael Zamora, den treue Follower auch aus unseren Videos kennen.

„Vor vierzig Jahren stammte ein Großteil der Informationen aus gesammelten Erfahrungen. Heute diskutieren wir über Genetik, Ernährung, Veterinärmedizin, Biosicherheit, Verhalten und Enrichment. Die Wissenschaft ermöglicht es uns, diese Arten immer besser zu verstehen und wirksamere Instrumente für ihren Schutz zu entwickeln.“

Rafael Zamora Padrón, Wissenschaftlicher Direktor der Loro Parque Stiftung

So zeigt sich auch die inhaltliche Weiterentwicklung der Veranstaltung über die Jahre. Das verdeutlicht, welche Kraft moderne zoologische Gärten entfalten können. Sie sind nicht selten die Orte, wo sich Maßnahmen im Lebensraum und außerhalb des Lebensraumes treffen – manchmal auch ganz buchstäblich, indem wichtige Akteure zusammenkommen.

Lob aus der Politik

Papageien-Statue am Eingang des Loro Parque auf Teneriffa | Foto: zoos.media

„Veranstaltungen dieser Größenordnung präsentieren die Kanarischen Inseln als eine Region, die sich einem hochwertigeren Tourismusmodell verschrieben hat – einem Modell, das in der Lage ist, Fachwissen anzuziehen, die internationale Zusammenarbeit zu fördern und den Weg der Nachhaltigkeit gemeinsam zu beschreiten.“

Héctor Mateo, kanarischer Generaldirektor für Infrastruktur, Nachhaltigkeit & Tourismusqualität

„Im Jahr 1972 initiierte Wolfgang Kiessling ein Projekt, das dank seines Engagements für Forschung, Tierschutz und Umweltbildung zu einem weltweiten Maßstab geworden ist. Die Ausrichtung dieses Kongresses steht im Einklang mit der Tourismusstrategie Teneriffas, in der Nachhaltigkeit nicht bloß ein Ziel, sondern das Leitprinzip unseres Handelns darstellt.“

Dimple Melwani, CEO Turismo de Tenerife

„Wir sind stolz darauf, dass sich eine in Puerto de la Cruz ins Leben gerufene Veranstaltung zu so einem internationalen Maßstab entwickelt hat. In diesen Tagen heißen wir Hunderte von Fachleuten willkommen und stärken unsere Position als ein Reiseziel, das Tourismus, Wissen, Wissenschaft und Naturschutz miteinander zu verbinden weiß.“

Leopoldo Afonso, Bürgermeister von Puerto de la Cruz

Große Bedeutung

18 Arten konnten dank dem Loro Parque und seiner Stiftung vor dem Aussterben bewahrt werden. | Foto: Loro Parque

Solche Aussagen zeigen die immense Bedeutung, die solche Kongresse nicht nur für den Natur- & Artenschutz sowie Bildung und Forschung entfalten, sondern auch für den Tourismus der Kanarischen Inseln insgesamt, aber natürlich auch Teneriffa im Speziellen haben. Allerdings wäre das ohne einen Zoo, wie den Loro Parque, wohl nie möglich geworden.

„Mit dieser elften Ausgabe wird Puerto de la Cruz für vier Tage erneut zum führenden internationalen Treffpunkt für Papageienforschung und -schutz und stärkt damit die weltweite Zusammenarbeit, die für den Schutz dieser Arten und der Ökosysteme, von denen ihre Zukunft abhängt, erforderlich ist“, erklärte der Loro Parque in seiner Pressemitteilung.

Ohne zoologische Institutionen, wie den Loro Parque mit seiner Stiftung, wären einige Papageien-Arten bereits ausgestorben und noch mehr hätten keine Chance auf eine Zukunft. Selbstredend wird eine bessere Zukunft für bedrohte Papageien auch geschaffen, wenn Experten sich treffen und austauschen. Daher ist es von großer Bedeutung, dass moderne Zoos, wie der Loro Parque, immer wieder Gelegenheiten schaffen, dass solch ein internationaler Austausch stattfinden kann.

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