Erschienen auf pmc.ncbi.nlm.nih.gov im Januar 2026. | Von: Vincenzo Cicirelli, Alice Carbonari, Lucrezia Forte, Roberta Carreca, Rocio Canales, Teresa Fernandes, Letizia Fiorucci & Annalisa Rizzo
Delfine, die Altrenogest langfristig erhielten, zeigten eine erhöhte Häufigkeit von Störungen verschiedener Organe. Eine lange Nutzung kann das Risiko für gesundheitliche Probleme erhöhen.
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Anmerkung: Altrenogest ist ursprünglich ohnehin nur für kurzzeitigen Einsatz entwickelt worden. Forderungen der Tierrechtsindustrie, wie etwa einen Zuchtstopp bei Delfinen, könnten aber so einen langfristigen Einsatz zur Folge haben. Daher ist diese Studie ein ganz wichtiger Baustein, solchen, das Tierwohl ohnehin schon gefährdende Forderungen im Sinne der Tiere eine Absage zu erteilen.
Altrenogest – auch als Regumate bekannt – gilt als Primärpräparat zur Verhütung. Allerdings gibt es auch noch Medroxyprogesteronacetat (MPA) – auch als Depo-Provera bekannt. Eine Langzeitbehandlung mit MPA kann zu Insulinresistenz beziehungsweise Diabetes mellitus führen. Mammatumore, Fibroadenomatose, Apathie, Wesensveränderungen, Adipositas, Kalkgicht und Hepatopathien sind weitere bekannte Nebenwirkungen. Die treten erfahrungsgemäß je wahrscheinlicher ein, desto mehr man davon appliziert.
Beide verfügbaren Präparate sind also sinnvoll für kurzzeitige Anwendung. Um einen Zuchtstopp, der ohnehin dem Wohl der Tiere entgegensteht, durchzusetzen, sind sie im Angesicht der Risiken nicht geeignet. Das ist grundsätzlich schon länger bekannt. So war es auch Thema des schon 2016 bei der IMATA präsentierten Informal Papers „Implications of a Breeding Ban, and Strategies to Avoid, or Reverse, Breeding Bans“ (Cover & Kroiß, 2016). Diese Studie neue untermauert und verstärkt das einmal mehr.
