Exklusiv für zoos.media – 11.08.2026. Von: Philipp J. Kroiß
Unser Beiratsmitglied Dr. med. vet. Kerstin Alexandra Dörnath widerlegte in einer Gesundheitsstudie Vorurteile und will die vielen Mythen, die Hunde mit haararmer Haut, die oft als „Nackthunde“ bezeichnet werden, nun auch mit einem Buch durch Fakten ersetzen.

Mythen aufräumen, Fakten schaffen:
Die weltweit umfassendste Gesundheitsstudie zu Xoloitzcuintle, Viringo & Chinese Crested Dog
Der erste Mythos liegt schon im Namen, denn Nackthunde sind nicht nackt im Sinne von haarlos. Es gibt aber viele weitere Mythen, die diese seltenen, alten Rassen umranken. Beruflich kennt Dr. Dörnath diese besonderen Hunde sehr gut. Sie hat sie nicht nur als Tierärztin untersucht, sondern auch wissenschaftlich.
Ab Mitte August 2026 erscheint in der edition.maupa das viersprachige Werk, das die Ergebnisse der weltweit umfassendsten Gesundheitsstudie zu diesen urtümlichen Hunderassen – auf ursprünglich 760 dokumentierten Seiten – kompakt und auch für Laien verständlich auf 56 Seiten zusammenfasst. In Englisch, Spanisch, Deutsch und Französisch werden wissenschaftliche Ergebnisse präsentiert, was das Buch zu einem Standardwerk zu diesen Hunden macht.
Etablierte Fakten statt alte Mythen

In dem Buch soll auch Schluss gemacht werden mit wissenschaftlich veralteten Pauschalurteilen aus dem sogenannten Qualzuchtgutachten von 1999: Das neue Buch unseres Beiratsmitglieds Dr. Kerstin Alexandra Dörnath will mit hartnäckigen Vorurteilen brechen und eine unerschütterliche Faktenbasis liefern. Sie stellt klar: „Diese Hunde sind robust, vital und gesund.“ Das ist aber nicht nur ihre Meinung, sondern sie liefert auch die Beweise dafür.
Im Buch geht es um die Resultate aus fundierten klinischen, ethologischen und empirischen Untersuchungen. Es geht nicht um irgendeine Ideologie oder irgendwelche Vorurteile, sondern um Daten, Fakten und Informationen. Diese geben Orientierung für die Praxis. So richtet sich das Buch gleichzeitig an Liebhaber dieser besonderen Hunde, aber auch an Gerichte, Behörden und Tierärzte, die Expertise brauchen oder selbst echte Experten für die Hunde werden wollen.
Getreu ihrem Credo, dass Tierschutz eben keine Meinung, sondern Wissenschaft ist, will Dr. Dörnath in diesem Buch genau diese Wissenschaft zum Protagonisten machen. „Mit ihren Besonderheiten stellen sie ein historisches, kulturelles und biologisches Erbe dar“, erklärt die erfahrene Tierärztin. Genau wie andere Rassen, könnten auch diese verschwinden, wenn man sie nicht schützt. Die Erhaltung verschiedener seltener Haustierrassen ist nicht nur zoologischen Gärten, sondern auch vielen Privathaltern ein Anliegen. Gerade Hunderassen sind dabei besonders auf die Privathaltung angewiesen.

Pseudo-Tierschutz bedroht Haus- & Nutztierrassen
Allerdings versucht man aus dem Kreis und Umfeld der Tierrechtsindustrie immer wieder Rassen unter den Verdacht einer „Qualzucht“ zu stellen, um dieses unwissenschaftliche Buzzword zu nutzen, Tierhaltung im Rahmen einer Salamitaktik quasi scheibchenweise madig zu machen. Die Tierrechtsideologie lehnt jede Form der Tierhaltung ab. Unter dem Deckmantel des Tierschutzes hat man offenbar mit dem Modebegriff einen Vorwand gefunden, Tierhaltungen abzuschaffen.
Leider sind Nackthunde massiv von solchen unseriösen Versuchen betroffen ihre Zucht als quälerisch zu framen. Damit dies aber der Fall wäre, müsste die Gesundheit dieser Hunde durch ihre Rasse beeinträchtigt sein. Allerdings ist dies nachweislich nicht der Fall. Das wies Dr. Dörnath bereits im Rahmen der genannten Studie nach. Anschließend soll das bereits vorbestellbare Buch diese auch als Zusammenfassung für ein breiteres Publikum zugänglicher und verständlicher machen.
Bekanntlich sind der größte Feind von generellen Tierhaltungsgegnern seit jeher die Fakten. Dieses Buch soll die tatsächlichen Fakten ins Scheinwerferlicht rücken. Eine Zukunft für Xoloitzcuintle, Viringo & Chinese Crested Dog wird auch dadurch geschaffen werden müssen, die gängigen Mythen, die aktuell ihren Fortbestand insbesondere im deutschsprachigen Raum bedrohen, zu zerstören.
Zukunft wird auch vor Gericht verteidigt
Halter der Hunde müssen schon ihre Tiere quasi vor Gericht durchsetzen. Dabei kämpfen sie gegen eine mächtige Industrie mit einem weit verzweigten Netzwerk. Auch dabei sind Fakten und Expertise ihre wichtigsten Verbündeten. Dass der aktuelle Forschungsstand nun geballt in einem Werk zusammengefasst wird, ist auch für diese Halter entscheidend. So macht es die Fakten vor Gericht leichter nachvollziehbar.
Es ist oft schwer für Halter, den gesamten Forschungsstand zusammenzutragen. Sie haben die Hunde, weil sie eine Leidenschaft für diese Rassen haben. Da hilft es enorm, wenn Experten für sie den Forschungsstand aufbereiten. Nicht selten besteht Tierschutz eben auch daraus, die Halter, die sich solchen besonderen Rassen annehmen, auch Informationen bereitzustellen, auf die sie sich – auch vor Gericht – verlassen können.
