
Auf dem Balkan schon ausgestorben und in Italien stark bedroht, hat der „Dinosaurier der Adria“ den höchsten Bedrohungsstatus inne. Das liegt an Umweltverschmutzung, Lebensraumfragmentierung und der Nachfrage nach Kaviar. Zum Glück allerdings werden diese Störe besonders in Italien und Spanien gerne in Menschenobhut gehalten. Das hat ihnen wohl das Leben gerettet.
Von dieser Population aus waren auch Auswilderungen möglich und man versucht in den Hindernissen, die für die Fragmentierung der Flüsse sorgen, einen Weg zu finden, dass die Störe trotzdem wandern können. Der Fang von Jungtieren gab einen Hinweis darauf, dass adriatische Störe auf natürliche Weise in italienischen Flüssen gelaicht haben. Molekulare Analysen zeigten, dass einige dieser Fische nicht mit den in Menschenobhut gehaltenen Brutbeständen verwandt waren, sodass es immer noch einen wilden Brutbestand gibt.
Das gibt Hoffnung für diese Art, deren Überleben ohne Zoos und Aquarien, die ex situ und in situ mit dieser Art arbeiten, wohl deutlich weniger wahrscheinlich wäre.
