
Auf der Roten Liste findet sich diese Spezies dreimal. Global gilt aktuell [Stand: 2025] sie als NT-Art. Als LC wird sie in Bezug auf Europa und das Mittelmeer geführt. So gut stand es dort um die Mönchsgeier nicht immer. Allerdings ist die Art auch nicht überall gerettet: In Spanien gilt sie als VU. In Portugal sieht man sie als EN an. Als die Haltung der Art zum Beispiel im Grünen Zoo Wuppertal begann, galt die Art noch global als bedroht. Dank modernen Zoologischen Gärten konnte zwischenzeitlich viel erreicht werden. Ohne sie wäre das nicht möglich gewesen.
In weiten Teilen des Verbreitungsgebiets war die Art bereits ausgestorben, als man mit Auswilderungen der Geier begann. Die Projekte im Naturpark Grands Causses, im Parc des Baronnies und in der Verdonschlucht zeigen gute Ergebnisse. Die kommen dank modernen Zoologischen Gärten zustande, die nicht nur Tiere zum Auswilderung züchten, sondern auch den Schutz des Lebensraums ermöglichen. Auch das Paar aus dem Grünen Zoo Wuppertal steuerte nicht nur zum Erhaltungsprojekt, sondern auch zum Wiederauswilderungsprojekt Tiere bei.
Somit wurde im Populationsentwicklungstrend der Mönchsgeier in der Natur ein wichtiger Wendepunkt erreicht. Eine Art zu retten ist aber kein Sprint, sondern ein Marathon. Entsprechend sind die Zoologischen Gärten bemüht, dass die Art in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet wieder häufig anzutreffen ist. Aasvögel sind wichtig für die Gesundheit und Nachhaltigkeit der Ökosysteme, die sie bewohnen. Dadurch, dass sie tote Tiere essen, entwickeln sich die Kadaver nicht zu Gesundheitsrisiken.
