
Seit 2004 wird der Brackwasser-Querzahnmolch, der auch als Taylors Salamander bekannt ist, auf der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN als vom Aussterben bedroht eingestuft. Er kommt nur an einem kleinen Ort in der Laguna Alchichica vor. Allerdings ließ die Qualität seines Lebensraums massiv nach. Der Africam Safari Zoo im nahegelegenen Puebla machte sich Sorgen über den Zustand der Population dieses Salamander und und untersuchte sie von 2015 bist 2017. Zudem wurde die Wasserqualität des Sees getestet. Auch andere Zoos, wie der in London, sind mit von der Partie.
Man entschied sich eine Gruppe von 38 Gründer-Tieren aus der Natur in Menschenobut zu verbringen. Mit ihnen sollte eine Reservepopulation aufgebaut werden. Gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort wurden 12.000 Bäume gepflanzt. Zudem errichtete die Stadt Barrieren, um den Zugang für Fahrzeuge und Vieh zu versperren, wodurch die Menge an Müll in der Schutzzone um mindestens 50 % reduziert werden würde. In Schulen vor Ort wurden Workshops abgehalten, um Freiwilligenteams als Wächter für den See zu bilden.
Im Jahr 2019 gab es dann die erste Nachzucht des Brackwasser-Querzahnmolches in Menschenobhut. Dieses Ereignis ergänzte bereits gesammelte Daten über die Biologie und Haltungsbedürfnisse der Art. Nun hat man eine gute Chance aus der wichtigen Reservepopulation Tiere in die Natur zu bringen, sollte sich die Art nicht von selbst erholen können. Allerdings ohne den Africam Safari Zoo, der vor seiner Haustür die Augen auf die Natur richtete, wäre die Art wahrscheinlich einfach so verschwunden.
