Burdur-See-Kärpflinge im Tiergarten Schönbrunn in Wien | Foto: zoos.media

Anatolichthys fontinalis: Burdur-See-Kärpfling

Burdur-See-Kärpflinge im Tiergarten Schönbrunn in Wien | Foto: zoos.media

Diese Art kennt aktuell [Stand: 2026] noch nicht mal die Rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN). Sie wurde erst im 20. Jahrhundert überhaupt wissenschaftlich beschrieben. Wie bedroht sie ist, weiß man gar nicht, aber zum Glück hat der Tiergarten Schönbrunn in Wien von der Typuslokalität, einer Quelle in der Nähe des Yarisli-Sees, Tiere erhalten, sodass er sie züchten kann.

Man vermutet die Art in den Zuflüssen vom Burdur-See. Das ist ein See in der Türkei. Das Problem hier: Durch Sulfate ist der See für Fische schlecht geeignet. Aber nicht nur das: Korkmaz et al. (2023) befürchten, dass die Burdur-See-Kärpflinge und weitere Arten, die dort leben, gegen Ende des Jahrhunderts keinen Lebensraum mehr in der Natur zur Verfügung haben werden durch befürchtete Klima-Veränderungen.

Somit ist diese Art ein hervorragendes Beispiel von rechtzeitigem Einsatz moderner Zoos und Aquarien. Man kann nicht immer erst agieren, wenn es schon fast zu spät ist. Gerade, wenn man absehen kann, dass eine Art bald einer schweren Bedrohungslage ausgesetzt sein wird, macht es Sinn, sich der Art frühzeitig anzunehmen, um wichtige Erfahrungen beim Erhalt der Tiere sammeln zu können, die dann verstärkt zur Anwendung kommen. So wichtige Pionierarbeit zeigt einmal mehr die Bedeutung von Zoos. Ohne sie hätte auch diese Art keine Chance aufs Überleben.

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