Nördliche Kröte (Anaxyrus boreas boreas) | Foto: Walter Siegmund, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Anaxyrus boreas: Westliche Kröte

Nördliche Kröte (Anaxyrus boreas boreas) | Foto: Walter Siegmund, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die eigentlich insgesamt global nicht bedrohte Art, gliedert sich in zwei Unterarten: die Boreal-Kröte, die die Nominatform darstellt, und die Kalifornien-Kröte, die mit dem wissenschaftlichen Namen Anaxyrus boreas halophilus bezeichnet ist. Die nördlicher lebende Nominatform ist vom Chytridpilz massiv betroffen. Im Bundestatt Colorado gilt die Art als gefährdet. Also wurde ein Team gegründet, um das Überleben der Unterart zu sichern. Seit 2019 ist auch der Denver Zoo mit an Bord.

Zentrum des Projekts sind Zucht und Auswilderung der Unterart. Das soll nicht nur die Wildpopulation zahlenmäßig stärken, sondern sie auch in die Lage versetzen, eine Resistenz gegen den Pilz aufzubauen. Das wäre ohne den Zoo gar nicht möglich. Wäre man nicht in der Lage, so etwas umzusetzen, würde die Unterart wahrscheinlich aussterben, was auch den Fortbestand der Art insgesamt als auch das Funktionieren der Ökosysteme gefährden würde. 2024 konnten 2.200 Kaulquappen ausgewildert werden.

Aber warum sind die Kröten so wichtig? In den alpinen Gebieten Colorados gibt es ohnehin sehr wenig Amphibien. Daher sind sie ein fragiler, aber auch wichtiger Teil der Nahrungsnetze dort. Sie liefern wichtige Proteine ​​für andere Arten wie Waschbären, Füchse oder Vögel zum Beispiel. Ein Colorado ohne die Boreal-Kröten hätte also massive Folgen für andere, ebenfalls bedrohte Spezies vor Ort. Auch hier wird also zwar vordergründig eine Art geschützt, aber letztendlich schützt man ein ganzes Netz von Spezies.

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