Warzenhonigfresser im Adelaide Zoo | Foto: Incandescent/ Jessica Bonsell, Lizenz: CC BY 3.0 DEED

Anthochaera phrygia: Warzenhonigfresser

Warzenhonigfresser im Adelaide Zoo | Foto: Incandescent/ Jessica Bonsell, Lizenz: CC BY 3.0 DEED

Der Taronga Zoo und Privathalter haben für Auswilderungen gesorgt. Das Projekt des Zoos hat das Ziel, dass sich die im Süden Australiens quasi ausradierte Art wieder auf dem Kontinent etablieren kann. Gemeinsam mit Partnern wird die Art gezüchtet und ausgewildert. Ohne diese Aktion würde sie wahrscheinlich für immer verschwinden.

Diese Honigfresser leiden unter der Zerstörung ihres Lebensraumes besonders. Warum? Sie sind ohnehin schon bei der Zucht nicht sonderlich erfolgreich; besonders produktiv sind die Nester in der Natur nicht. Wegen verschwindender Männchen lernt der Nachwuchs die Paarungsrufe nicht mehr richtig. Daher „singen“ 12% der Männchen schon die „Lieder“ anderer Arten und die Komplexität der arteigenen Rufe ist messbar gesunken (Crates et al., 2021). Das schwächt die Reproduktion natürlich nochmal.

Die Honigfresser stecken also in der Natur in einer Sackgasse, in der sie irgendwann aussterben würden. Zum Glück gibt es aber Zoologische Gärten, die sich der Art annehmen. Ohne diese wäre sie wohl schon verloren. Das zeigt einmal mehr die Bedeutung moderner Vogelhaltung und das bei solchen Vögeln eben nicht nur in Zoos, sondern auch bei Privathaltern. Gemeinsam kann man es schaffen, eine eigentlich schon verloren geglaubte Art doch noch zu retten.

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