Azraq-Kärpfling im Aquazoo Löbbecke Museum in Düsseldorf | Foto: zoos.media

Aphanius sirhani: Azraq-Kärpfling

Azraq-Kärpfling (Aphanius sirhani) im Aquazoo Löbbecke Museum in Düsseldorf | Foto: zoos.media

Fische in der Wüste? Das klingt fast unglaublich. Der Oasenkärpfling zeigt schon in seinem Namen wie das sein kann. Ihn gibt es nur noch in Jordanien, genauer gesagt in den Gewässern der Azraq-Oase. Hier ist der kleine Fisch aber vom Aussterben bedroht. Dort machen ihm invasive Buntbarsche und die Extraktion von Wasser das Überleben schwer. Daher ist eine Reservepopulation in Menschenobhut von großer Wichtigkeit.

Wichtige Pionierarbeit bei der Haltung leistete der Tiergarten Schönbrunn in Wien und konnte dadurch auch Erkenntnisse zum Schutz der Art gewinnen. Weitere Zoos und Aquarien schlossen sich dann der Erhaltungszucht an. So wird auch im Aquazoo Löbbecke Museum in Düsseldorf eine Gruppe gepflegt. Diese Erhaltungszucht ist die Grundlage, um die Art überhaupt in der Natur vor dem Aussterben zu bewahren. So basiert die gesamte Wildpopulation auf dieser in Menschenobhut gepflegten Population.

Ziel ist es natürlich, dass die Wildpopulation immer selbstständiger überleben kann. Dazu ist es noch ein weiter Weg. Sollten sich Zoos und Aquarien sowie Exotenhalter gegen die Pflege dieser Tiere entscheiden müssen, stirbt die Art aus. Dann wäre sie für immer verloren. Soweit soll und darf es nicht kommen. Azraq-Kärpflinge spielen eine wichtige Rolle beim Überleben des gesamten Ökosystems.

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