
Diese besonderen Rinder sind nicht mir ihrer domestizierten Form, dem Balirind, zu verwechseln. Sie sind nämlich stark bedroht. Mit Hirschebern und Anoas sind sie Teil eines Projekts, das sich unterrepräsentierten asiatischen Huftieren annimmt. Bantengs gelten nach einem Verlust von 50% der Wildpopulation seit 2016 als gefährdet.
2015 wurden für die insgesamt sechs Arten Global Species Management Plans (GSMPs) gegründet, um möglichst große Ex-Situ-Populationen aufzubauen. Sie sollen als Absicherung dienen. Natürlich ermöglichen diese Populationen aber zudem Forschungs- und Bildungsprojekte. Daher arbeitet man intensiv international zusammen, um gesunde Populationen langfristig zu etablieren. Wichtig ist dabei natürlich eine große genetische Diversität.
Durch den Austausch von Know-How konnte man in indonesischen Zoos über 37 erfolgreiche Geburten im Rahmen dieser Plans bereits [Stand: 2021] zustande bringen. All das ist verbunden mit In-Situ-Maßnahmen zum Schutz der Wildpopulationen – wie zum Beispiel erfolgreiches Monitoring der Banteng-Bestände in der Natur. Über 63 Zoos und Universitäten weltweit beteiligen sich an dieser wichtigen und für die Arten wohl überlebensrettenden Arbeit.