
Nur auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Mindoro leben überhaupt Tamaraus und da auch nur in zwei kleinen Schutzgebieten. Früher bewohnte das Rind die ganze Insel und auf einer Nachbarinsel ist die Art schon ausgestorben. Eine Herausforderung ist aber schon die Zählung und Überwachung der Populationen, allerdings sind Mensch-Tier-Konflikte in diesem Zusammenhang ein großes Problem. Hier arbeitet man auch an Mediation.
Zudem werden bessere Beziehungen zu den indigenen Gruppen aufgebaut, deren angestammtes Gebiet sich mit den Grenzen der größten Subpopulation überschneidet. Stammesführer der betroffenen indigenen Gemeinschaften sind inzwischen bereit, die strenge Schutzzone für das Tamarau gemäß den Stammesgewohnheitsgesetzen zu erweitern. Das gibt den Tamaraus mehr Raum und soll die Konflikte zwischen Mensch und Tier verringern.
Mit 427 Individuen im Jahr 2021 gab es einen deutlichen Anstieg. Im Jahr 2000 waren es nur noch 154 Tiere gewesen. Dies ist ein klarer Beweis für den erfolgreichen Schutz in der Region. Zoos auf der ganzen Welt haben sich engagiert und werden sich weiter engagieren. Beteiligt sind zum Beispiel die Zoologische Gesellschaft von London, der Tierpark Berlin, der Phoenix Zoo und einige andere mehr.