
Das Berg-Anoa kennt man eigentlich nur noch aus dem Krefelder Zoo. Dort lebt das letzte Botschafter-Tier dieser Art – zumindest in der so genannten Westlichen Welt. Zusammen mit dem Tiefland-Anoa (Bubalus depressicornis) sowie dem dem Molukken-Hirscheber (Babyrousa babyrussa), Sulawesi-Hirscheber (Babyrousa celebensis), Togian-Hirscheber (Babyrousa togeanensis) und dem Banteng (Bos javanicus) gehören sie zu relativ unbekannten Vertretern der Huftiere. Gleichzeitig sind sie aber bedroht.
2015 wurden für die Tiere Global Species Management Plans (GSMPs) gegründet, um für jede Art eine gesunde Ex-Situ-Population aufzubauen, die als Back-Up dienen soll. Natürlich ermöglichen diese Populationen aber auch Forschungs- und Bildungsprojekte. Daher arbeitet man intensiv international zusammen, um gesunde Population langfristig zu managen. Wichtig ist dabei natürlich auch der Erhalt der genetischen Diversität.
Durch den Austausch von Know-How kamen in indonesischen Zoos über 37 erfolgreiche Geburten im Rahmen dieser Plans zustande (Stand: 2021). All das ist Verbunden mit In-Situ-Maßnahmen zum Schutz der Wildpopulationen. Über 63 Zoos und Universitäten von vier Kontinenten beteiligen sich an dieser wichtigen und für die Arten wohl überlebensrettenden Arbeit.
