
Die Art kennt man seit dem frühen 19. Jahrhundert, aber sah sie in der Natur immer nur sporadisch. 75 Jahre galt sie als verschwunden, 2015 fand man sie wieder. Da war klar: jetzt muss gehandelt werden. Ziemlich schnell wurde deutlich, dass es auch eine Population in Menschenobhut braucht, um die Wildpopulation zu stärken. Sie besteht nämlich schätzungsweise nur noch aus 15 Tieren [2024].
2023 wuchsen zum ersten Mal Küken dieser Art in Menschenobhut auf. Die Eier waren in der Natur gesammelt worden. Dank dem Experten Joe Wood und seinem Team im Toledo Zoo gelang das Unterfangen gut. 2024 feierte der Chester Zoo schon das weltweit dritte Aufwachsen von Küken dieser bedrohten Art. Das zeigt, dass es möglich ist, diese Art in Menschenobhut aufzuziehen und zu retten.
Ohne moderne Zoologische Gärten wäre es eine Frage von Jahren gewesen bis die Blauaugentäubchen ausgestorben wären. Dank der nun möglich werdenden Erhaltungszucht, hat diese Art eine realistische Chance auf eine Zukunft sowohl in Menschenobhut als auch deshalb langfristig in der Natur. Ohne Zoos wäre die Art wohl verschwunden ohne, dass viele Menschen sie überhaupt gekannt hätten. Die positiven Schlagzeilen zur erfolgreichen Zucht, sorgen erst dafür, dass Menschen überhaupt von der Existenz der Art erfahren.
