
2002 wäre die Hawaiikrähe – lokal auch ‚Alalā genannt – komplett ausgestorben, wenn man nicht zuvor rechtzeitig reagiert hätte. Weniger als 20 Tiere lebten mal in Menschenobhut, inzwischen sind es über hundert. Nachdem die Population auf über 140 Vögel angewachsen war, starteten ab 2016 Wiederansiedlungsbemühungen. Das führte zum ersten Mal, dass es überhaupt diese Krähen wieder in der Natur gab. Aber die Wiederansiedlung der Tiere ist sehr aufwendig und kompliziert.
Nach der Auswilderung wurden eine intensive Nachbeobachtung, zusätzliche Fütterung und eine Bekämpfung von Raubtieren durchgeführt. Die Krähen wuchsen auf und einige Brutpaare etablierten sich. Dann er erste große Erfolg: Das erste Paar baute ein Nest. Das war die erste Brutaktivität in der Natur seit fast 20 Jahren zu diesem Zeitpunkt. Aber es lief nicht alles wie am Schnürchen: Die Tiere mussten zwischenzeitlich eingefangen werden, weil es unerklärliche Todesfälle gab.
Wesentlich verantwortlich für das komplizierte Projekt zeichnet sich die San Diego Zoo Wildlife Alliance. Diese gemeinnützige Organisation betreibt den San Diego Zoo und den San Diego Zoo Safari Park. Gemeinsam mit Partnern haben sie sich dem schwierigen Unterfangen verschrieben. Jetzt schon kann man sagen, dass ohne Zoos diese Art bereits nicht mehr existieren würde. Sie hätte auch keine Chance auf eine Rückkehr in die Natur.
