Wachtelkönig in Sussex | Foto: Ron Knight, Lizenz: CC BY 2.0 DEED

Crex crex: Wachtelkönig

Wachtelkönig in Sussex | Foto: Ron Knight, Lizenz: CC BY 2.0 DEED

Global gilt die Art als nicht bedroht. Lokal ist sie das schon sehr. Damit liefert die Art ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Arbeit moderner Zoos schon vor dem Moment beginnen musst, wenn sie als global bedroht gilt. Im Idealfall kommt es nämlich erst gar nicht so weit. In Österreich kommen schon jetzt nur noch wenige Brutpaare in verinselten Populationen in der Natur vor. Das ist alarmierend.

Die Vogelart steht dem Wiener Tiergarten Schönbrunn besonders nah: Ein ein bis zwei der verbliebenen Paare sind auf Wiesen im Wienerwald, die vom Tiergarten Schönbrunn bewirtschaftet werden, zu finden. So hatte der Zoo schon in den 1990er Jahren ein Projekt gestartet. Das hilft nicht nur dieser Art, sondern auch Feldlerche, Schwalbenschwanz und Feuchtwiesen-Prachtnelke. Das Projekt ist erfolgreich: Der Brutbestand des Wachtelkönigs bleibt stabil und geht nicht zurück wie andernorts.

So beweist der Tiergarten Schönbrunn in Einem auch, dass brutfreundliche Mahd-Termine, Verzicht auf künstlichen Dünger, Bestandsmonitoring und Informationen für Wanderer eine nachhaltige Koexistenz von Wachtelkönig und Wiesenbewirtschaftung ermöglichen. Dieses Vorangehen mit einem positiven Beispiel ist von großer Wichtigkeit, um mit einem „proof of concept“ arbeiten zu können. Das kann man wiederum auch übertragen. Dadurch hilft es auch anderen Projekten.

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