
Der Blaue Leguan lebt in der Natur nur auf der Insel Grand Cayman. Mit einer Population von weniger als 25 Tieren war der Leguan vor Beginn des Erhaltungszuchtprogramms eines der seltensten Tieren der Erde. Der amerikanische Zooverband AZA setzte das Tier 1990 zur höchsten Priorität für Artenschutzprojekte. 25 amerikanische Zoos und Aquarien nahmen zu Beginn am Erhaltungszuchtprojekt daran Teil. 2006 wurden dann die ersten Tiere ausgewildert. Inzwischen sind es über 750 Tiere, die ausgewildert wurden. Dank Zoologischer Gärten hat die Art also wieder eine Chance.
Die Bedrohung der Art entstand durch die Ankunft des Menschen auf der Insel. Einmal brachte der Tiere mit, auf die die Leguane und ihr Lebensraum nicht vorbereitet waren. Zudem waren die Leguane auch beliebtes Essen. Man achtete dabei aber nicht auf Nachhaltigkeit und da es eine Insel war, war die Population ohnehin begrenzt. So kam es schnell wie es kommen musste: der Bestand war bedroht.
Aus dem Blue Iguana Recovery Programme, das sich ständig vergrößerte, ist inzwischen Blue Iguana Conservation (BIC) geworden. Das ursprüngliche Ziel des Programms war die Wiederherstellung einer wilden Population von 1.000 Blauen Leguanen, um langfristig eine lebensfähige Population zu ermöglichen. 2018 wurde der tausendste Blaue Leguan ausgewildert. Der Bedrohungsstatus auf der Roten Liste wurde reduziert. Ohne Zoos und Aquarien wäre das so nie möglich gewesen.