La-Palma-Wüstenkärpfling im Tiergarten Schönbrunn in Wien | Foto: zoos.media

Cyprinodon longidorsalis: Langflossen-Wüstenkärpfling

La-Palma-Wüstenkärpfling im Tiergarten Schönbrunn in Wien | Foto: zoos.media

Die Art, die man auch als La-Palma-Wüstenkärpfling kennt, gilt als in der Natur ausgestorben. Sie überlebt nur noch in Aquarien. Die Kärpflinge waren endemisch im Ojo de Agua la Presa im südwestlichen Bundesstaat Nuevo León in Mexiko. Aufgrund des Verlusts ihres Lebensraums aus starb die Spezies dort jedoch 1994. Die Art teilte diesen Lebensraum mit drei anderen verwandten Kärpflingen. Allerdings konnte man zwei nicht mehr retten, der dritte, der Charco-Azul-Wüstenkärpfling (Cyprinodon veronicae), überlebt auch nur noch in Menschenobhut.

Daher ist die Haltung der Schlüssel zum Überleben dieser besonderen Kärpflinge. Dank ihnen lässt sich eine Zukunft für die Fische schaffen. Gerade auch für Mexiko ist bekannt, wie wichtig Kärpflinge als Grundlage des Ökosystems sind. Fehlen diese kleinen Fische, sieht man diese Mangel in den Bestandszahlen bis hoch zu den Spitzenprädatoren. So unscheinbar die Fische also scheinen mögen, sagt dies nichts über ihre Bedeutung im Ökosystem aus.

Im Tiergarten Schönbrunn in Wien ist der La-Palma-Wüstenkärpfling eine zentrale Botschafter-Art für eine ganze Reihe von Kärpflingen, die nur dank des Einsatzes von modernen Zoologischen Gärten überleben können. So konnte man sich 2022 über 30 Neujahrs-Babys dieser Art freuen. Das ist ein besonderes Geschenk, zumal die Art als Glückbringer gilt. Europaweit gibt es rund 10 öffentlich zugängliche Haltungen dieser Art. Diese Intuitionen bieten die letzten Zuflucht für diese Spezies und zugleich die einzige Hoffnung für ihre Wiederkehr in die Natur. Daher müssten Zoos & Aquarien erfunden werden, wenn es sie nicht längst schon geben würde, um diese Kärpflinge zu retten.

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