Blessbock gegen Abend im Tiergarten Schönbrunn in Wien | Foto: zoos.media

Damaliscus pygargus: Buntbock

Blessbock gegen Abend im Tiergarten Schönbrunn in Wien | Foto: zoos.media

Diese besondere Antilope steht auf der Roten Liste als EN [Stand: 2025]. Allerdings gab es von der Nominatform des Buntbocks mal nur noch 17 Tiere. Diese wurden vom niederländischen Farmer Alexander van der Bijl eingezäunt und schließlich in den Bontebok-Nationalpark gebracht. Von hier aus konnte sich die Art konsolidieren und auch in Haltungen verbreiten. In ihrem angestammten Lebensraum gilt sie als ausgestorben. Bei dem Erhalt der Reservepopulation helfen Farmen und Zoologische Gärten.

Das passiert hauptsächlich in Afrika und den Vereinigten Staaten von Amerika. Die San Diego Zoo Wildlife Alliance zum Beispiel arbeitet mit, um das Überleben dieser Unterart zu sichern. In Europa hingegen haben viele Zoologische Gärten die Haltung der Nominatform zugunsten der Blessböcke aufgegeben. Damaliscus pygargus phillipsi ist nämlich, neben der Nominatform, die zweite Unterart. Bei deren Erhaltungszucht ist der Tiergarten Schönbrunn sehr erfolgreich.

Blessböcke wären gegen Ende des 19. Jahrhunderts fast für immer verschwunden. Dank Schutzmaßnahmen in der Natur und der Erhaltungszucht in modernen Zoologischen Gärten konnten sie aber überleben. Für beide Unterarten war die Jagd der Grund ihrer Beinahe-Ausrottung und heute ist genau diese ihre Lebensversicherung. Auch durch den kommerziellen Wert, den die Tiere dadurch erlangt haben, ist die Finanzierung ihres langfristigen Erhalts erstmal gesichert. Dieses Modell wird auch für weiteres afrikanisches Wild genutzt.

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