Exklusiv für zoos.media – 28.05.2026. Von: Philipp J. Kroiß
16 Institutionen sind im neuen Landesverband Zoologischer Einrichtungen Niedersachsens und Bremens (LZNB) versammelt. Dieser soll ihnen eine gemeinsame Stimme geben.
Erschienen auf bild.de am 10.04.2026. | Von: Jörn Karstedt & Henning Schaffner
Tauchstation statt Rettungsaktion – dieses Vorgehen nährte Zweifel an Robert Marc Lehmann. In diesem Artikel haben sich die beiden Autoren zahlreichen Widersprüchen und Ungereimtheiten angenommen.
Erschienen auf der Facebook-Seite vom Zoo Scientist am 03.04.2026.
Dass Großkatzen in Zoos nicht nur länger Leben als ihre wilden Artgenossen, sondern auch immer länger leben dank Fortschritten in der Zootierhaltung, unterstreicht auch diese wissenschaftliche Untersuchung einmal mehr.
Exklusiv für zoos.media – 26.05.2026. Von: Philipp J. Kroiß
Wieder einmal wollte wohl das Tierheim Düren seriöse Tierhaltung in ein schlechtes Licht rücken. Als dann Kritik am Tierheim kam, wurde die Kommentarfunktion eingeschränkt.
Exklusiv für zoos.media – 26.05.2026. Von: Philipp J. Kroiß
Das dänische Ministeriet for Grøn Trepart stellt klar: Gemäß der FFH-Richtlinie hätte es eine Ausnahmegenehmigung für den gescheiterten Rettungsversuch geben müssen.
Erschienen auf der Facebook-Seite von Ankerherz am 10.04.2026.
Mit deutlichen Worten spricht der Ankerherz Verlag über das indiskutable Verhalten von Passanten dort, wo Buckelwal Timmy im Sterben lag. Ein Problem sei die emotional aufgeheizte Stimmung.
Moorente im Parc de Woluwé (Brüssel) | Foto: Frank Vassen, Lizenz: CC BY 2.0
1929 wurde die Art zuerst in Le parc zoologique de Clères in Frankreich importiert. 1935 kamen weitere Tiere. Die Erhaltungszucht funktionierte und Tiere wurden an mindestens einen anderen Zoo sowie Privathalter weitergegeben. Als dann der Zweite Weltkrieg ausbrach, kamen die Bemühung aber zum Erliegen. In den 1940er und 1950er Jahren begann die Zahl dieser Enten dramatisch zu sinken. Das lag an in den Lebensraum der Tiere eingebrachten Fischen. Die kommerzielle Nutzung des Sees tat ihr Übrigens und die Art verschwand wohl im Laufe der 1960er Jahre fast komplett.
Man suchte intensiv nach den Tieren in den 1990er bis in den Beginn der 2000er Jahre hinein. Dabei brachte man es auf eine Sichtung 1991 von einem Tier, das ein Jahr später starb. Man dachte, die Art seit damit verschwunden, bis es 2006 zu ihrer Wiederentdeckung kam. Die erfolgte allerdings an einem Ort, der für die Enten eher lebensfeindlich war. Als 2008 nur noch 25 Tiere in der Natur zu finden waren, startete man ein Jahr später erneut einen Versuch, die Art zu retten. Also wurden Eier gesammelt.
2011 gab es dann erstmal Nachwuchs in Menschenobhut. 2013 konnte man die Population in Menschenobhut vervierfachen. Als es 2017 90 Tiere gab, begann man Vorbereitungen für die Auswilderung. Zuerst wurden ein Jahr später 21 Enten am Lake Sofia in Zusammenarbeit mit den Anwohnern ausgewildert. Inzwischen wurde im Projekt, das der mit dem Jersey Zoo verbundene Durell Wildlife Conservation Trust federführend unterstützt, über 50 Tiere ausgewildert. Ohne Erhaltungszucht in Zoologischen Gärten wäre diese Art vermutlich schon ausgestorben.
Der San Diego Zoo begann mit seiner Arbeit im Jahr 2003, als er die ersten Frösch bekam. Über 500 Frösche konnten dort gezüchtet werden. Dazu gab es finanzielle Unterstützung für Panama, um dem Pilz Herr zu werden. Eine Auswilderung wäre nämlich erst dann möglich, wenn der Pilz besiegt ist. Daher hängt aktuell die Existenz dieser Art an den teilnehmenden Zoos und Aquarien. Der Houston Zoo hat zudem für die Gründung des El Valle Amphibian Conservation Center (EVACC) gesorgt. Dort wurde sogar ein Hotel für über 300 Frösche eingerichtet.
Der Pilz, der die Erkrankung Chytridiomykose auslöst, bedroht natürlich auch noch andere Amphibien. Entsprechend ist der Panama-Stummelfußfrosch eine Art von deren Schutz viele andere Arten auch profitieren werden. Das zeigt sehr deutlich: Arten kann man nicht isoliert schützen, sondern man schützt mit ihnen noch viele weitere.
Große Soldatenaras im Flug | Foto: Jean-Raphaël Guillaumin, Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die auch als Bechsteinara bezeichnete Art hat in der Natur den höchsten Bedrohungsstatus vor dem Aussterben inne. Die Loro Parque Stiftung kümmert sich besonders um die Population der Großen Guayaquil-Soldatenaras. Zwischen 2017 und 2019 konnten im Rahmen dessen zum Beispiel 14 Aras dieser Unterart, die von der Jambeli Foundation und der Loro Parque Fundación gezüchtet wurden, im Ayampe-Reservat, das der Fundación de Conservación Jocotoco gehört, ausgewildert werden.
Insgesamt hat die Stiftung des Zoos auf Teneriffa schon fünf Projekte dieser Art unterstützt. So auch zum Beispiel die Auswilderung von Soldatenaras, die vom Schwarzmarkt gerettet wurden. Wären solche Erfolge ohne Zoologische Gärten möglich? Nein. Erst Institutionen wie der Loro Parque auf Teneriffa machen solche Projekte möglich.
Der Weg zur Rettung der Großen Soldatenaras ist lang. Es ist kein Sprint, sondern ein Marathon, der bewältigt wird. Ähnliches gilt auch für die Kleinen Soldatenaras. Um diese Art steht es – auch dank dem Engagement des Loro Parque – inzwischen aber schon deutlich besser. Darum schauen Artenschützer besonders auf den hochbedrohten Großen Soldatenara. Ihn zu retten, ist möglich. Dazu braucht es aber eben moderne Zoologische Gärten.
Azraq-Kärpfling (Aphanius sirhani) im Aquazoo Löbbecke Museum in Düsseldorf | Foto: zoos.media
Fische in der Wüste? Das klingt fast unglaublich. Der Oasenkärpfling zeigt schon in seinem Namen wie das sein kann. Ihn gibt es nur noch in Jordanien, genauer gesagt in den Gewässern der Azraq-Oase. Hier ist der kleine Fisch aber vom Aussterben bedroht. Dort machen ihm invasive Buntbarsche und die Extraktion von Wasser das Überleben schwer. Daher ist eine Reservepopulation in Menschenobhut von großer Wichtigkeit.
Ziel ist es natürlich, dass die Wildpopulation immer selbstständiger überleben kann. Dazu ist es noch ein weiter Weg. Sollten sich Zoos und Aquarien sowie Exotenhalter gegen die Pflege dieser Tiere entscheiden müssen, stirbt die Art aus. Dann wäre sie für immer verloren. Soweit soll und darf es nicht kommen. Azraq-Kärpflinge spielen eine wichtige Rolle beim Überleben des gesamten Ökosystems.