Tiger während der edukativen Show in Melodys Kinderparadies | Foto: zoos.media

Tierheim Düren über Melody’s Circusland: Kritische Kommentare unerwünscht?

Exklusiv für zoos.media – 26.05.2026. Von: Philipp J. Kroiß

Wieder einmal wollte wohl das Tierheim Düren seriöse Tierhaltung in ein schlechtes Licht rücken. Als dann Kritik am Tierheim kam, wurde die Kommentarfunktion eingeschränkt.

Bengaltiger-Dame Belle in Melodys Kinderparadies | Foto: zoos.media

Tierheim Düren über Melody’s Circusland: Kritische Kommentare unerwünscht?

Aus Melodys Kinderparadies wurde Melody’s Circusland, um den Charakter eines Themenparks zum Thema Circus deutlicher im Namen zu repräsentieren. Zum jedem Circus gehören auch Tiere. So ist es kein Wunder, dass die Familie Kübler diese auch nach wie vor mitführt. Das ist dem Tierheim Düren immer wieder ein Dorn im Auge. Die Dürener lieben nämlich genau diese Kombination aus seriöser Haltung von Tieren und großem Spaß für Kinder. Diese spielen vor Ort nicht nur, sondern lernen auch was über Tiere.

Schon dreimal (hier, hier und hier) scheiterte das Tierheim. Auch in diesem Jahr sieht es nicht nach einem Erfolg aus. Gegenwind gegen diese eigene Aktionen wollte das Tierheim wohl schon gar nicht auf seiner Seite lassen.

Melody’s Circusland deckte auf

Trampeltiere mit Nachwuchs in Melodys Kinderparadies | Foto: zoos.media

Auf Facebook fragte der Themenpark, ob die Leute auch schon den alljährlichen Beitrag des Tierheims gesehen hätten und erklärte, dass unter dem Beitrag sechs Kommentare gestanden hätten, „die nicht der gleichen Meinung wie das Tierheim waren“. Diese Kommentare seien nun nicht mehr zu sehen. Unter dem Beitrag zeigt Facebook an: „Tierheim Düren hat eingeschränkt, wer diesen Beitrag kommentieren kann.“

Melody’s Circusland findet: „Sehr traurig[,] denn anscheinend kann das Tierheim keine Kritik ab.“ Der Wind hat sich wohl gedreht. Schon letztes Jahr berichtete zoos.media, wie Melodys Kinderparadies vor den Augen der Besucher einmal mehr die Anschuldigungen des Tierheims widerlegte. Offenbar haben sich davon dann einmal mehr die Gäste überzeugt.

„Wildtiere gehören in keinen Zoo oder Circus!“, schrieb das Tierheim. Offensichtlich sehen das die Gäste von Melody’s Circusland anders. Sie haben seit Jahren vor Ort den Gegenbeweis. Daher wollen Zoo- & Circus-Gegner wohl auch immer, dass man die Zoos und Circusse nicht besucht: Die Tierhalter, die tiergerecht agieren, und ihre Schützlinge sind der lebende Gegenbeweis gegen die Thesen, mit denen diese Institutionen den Menschen madig gemacht werden sollen.

Klarer Sieg für Melody’s Circusland

Weißer Tiger in Melodys Kinderparadies | Foto: zoos.media

Haltung überzeugt – das hat die Familie Kübler gezeigt. Sie hat sich nicht aus der Stadt ekeln lassen. Vielmehr hat sie Menschen angeboten, sich ein eigenes Bild zu machen. Anhand des Zuspruchs der Gäste zeigt sich, dass das funktioniert hat. Tatsächlich haben viele Menschen die Tierhaltung gesehen. Offenbar war ihr Bild davon sehr gut.

Daher haben sich Transparenz und Resilienz gelohnt. Menschen lassen sich offensichtlich von der Wahrheit überzeugen. So ist auch wohl dieses Gastspiel in Düren wieder von Erfolg gekrönt. Allerdings bezieht sich das nicht nur auf den Zuspruch der Gäste. Zudem hat Melody’s Circusland wohl auch über die Gegenkampagnen gesiegt. Daher hat das Tierheim wohl völlig unabsichtlich für einen weiteren Erfolg gesorgt.

Bärendienst an anderen Tierheimen

Hund im Paws and More No Kill Animal Shelter in Washington, Iowa | Foto: Nhandler, Lizenz: CC BY 2.5

Solche unerfolgreichen Kampagnen werfen ein schlechtes Licht auf die Tierheime in Deutschland. Manche Menschen schließen von solchen Negativbeispielen an Seriosität auch auf andere Institutionen. Das ist bedauerlich. Die meisten Tierheime in Deutschland hetzen nicht gegen andere Tierhalter. Stattdessen verstehen sie sie als Partner. Zudem werfen sie nicht im Glashaus mit Steinen: Mit zum Beispiel der hervorragenden Hundehaltung von Melody’s Circusland kann das Tierheim Düren wohl nicht mithalten.

Menschen wie Robano Kübler, die auch Tiere aufnehmen, die vielleicht in Tierheimen zum Dauergast würden oder auch in die Fleischverwertung gegangen wären, dienen vielmehr als Vorbilder für andere Halter, die durch solches Verhalten Tierheimen helfen, und nicht als Adresse von Hetze. So lebt Melody’s Circusland schon seit vielen Jahren den Tierschutz-Gedanken. Das kann jeder Gast nachvollziehen.

Längst nicht alle Tierheime hassen Zoos & Circusse, aber dadurch, dass die wenigen, die es tun, so laut sind, wird das natürlich zum Problem. Schon im Januar letzten Jahres schlug der Deutsche Tierschutzbund (DTB) theatralisch Alarm: Weniger Menschen seien bereit Geld zu spenden. Sonderlich verbessert hat sich die Situation 2026 wohl nicht. Wen wundert das aber wirklich bei solchen sinnlosen Kampagnen gegen seriöse Tierhalter? Da kann wohl niemand ernsthaft überrascht sein. Solches Vorgehen ist ein spürbarerer Bärendienst, der Tierheimen wohl insgesamt schadet.

Fragwürdiger Kurs des Deutschen Tierschutzbundes

Euroscheine | Foto: Berthgmn, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Der DTB wird gerne als Dachverband der Tierheime verstanden. Auch das Tierheim Düren ist Mitglied. Den Name des Deutschen Tierschutzbundes könnte man aber mehr und mehr als Etikettenschwindel ansehen. Offenbar marschiert der Verein lieber an der Seite der Tierrechtsindustrie und macht sich zum Partner einer Ideologie, deren Ziel es ist, jede Form der Tierhaltung abzuschaffen. So arbeitet man eher mit PETA zusammen als mit Tierhaltern. PETA betreibt ein „Tierheim“, in dem über 53.000 Tiere getötet wurden – auch gesunde und vermittelbare – und hetzt gegen Tierheime in den USA, die ähnlich verfahren wie die deutschen Tierheime.

Seriöse Tierhalter sind aber die Existenzgrundlage von Tierheimen. Nur dank seriöser Tierhalter kann ein Tierheim seine eigentliche Aufgabe erfüllen: Das Vermitteln von Tieren in ein neues Zuhause. Ohne Tierhalter geht das nicht. Wer sich aber als Tierheim oder auch Dachverband ständig fragwürdigen Kampagnen gegen seriöse Tierhalter anschließt, muss sich nicht wundern, dass er in Not gerät. Vielmehr tut man so wohl alles dafür in Not zu kommen. Die Strategie ist also gefährlich. Tieren nützt sie nicht.

Spannend ist, dass in der finanziellen Not nicht erst der Dachverband einspringt, sondern stattdessen die Politik um Geld angebettelt wird. Von den rund 20.000.000€, die der DTB – laut eigenen Angaben – allein durch Spenden zum Beispiel im Jahr 2023 einnahm, hätte man vielleicht auch etwas mehr als nur 4 Millionen in unmittelbare Aufwendungen für satzungsmäßige Zwecke stecken können. Damit hätte man dem ein oder anderen Tierheim wohl schon helfen können. Dazu bestehen Einsparpotentiale beim Personal, für das der DTB allein 2023 über 11.000.000€ aufwendete. Aber es ist natürlich einfacher bei der Politik nachzufragen. Solches Gebaren hat zoos.media schon vor Jahren kritisiert.

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