Weißer Tiger im Loro Parque - ein besonderer Botschafter für Großkatzen | Foto: zoos.media

Artenschutztag: Loro Parque startet Woche für Großkatzen

Exklusiv für zoos.media – 02.03.2018. Autor: Philipp J. Kroiß

Zum Artenschutztag startet der Loro Parque auf Teneriffa eine Woche, die den Großkatzen und deren Schutz gewidmet ist.

Artenschutztag: Loro Parque startet Woche für Großkatzen

Negra – die schwarze Jaguar-Dame im Loro Parque | Foto: Loro Parque

Auf Initiative der UN wird am 03. März in jedem Jahr der Artenschutztag gefeiert. Weltweit machen Zoos mit – so auch der Loro Parque, der von den Benutzern von TripAdvisor zum besten Zoo der Welt gewählt wurde. In diesem Jahr stehen Großkatzen im Fokus – und der moderne Zoo auf Teneriffa zeigt gleich drei verschiedene Botschafter für diese Tiergruppe und die verschiedenen Ökosysteme, die sie bewohnen: Löwen, Jaguare und weißen Tiger.

“Diese Tiere sind Botschafter ihrer Art und tragen so dazu bei, die Besucher für die Gefahren und Herausforderungen zu sensibilisieren, denen sie in der Natur, als Konsequenz menschlicher Aktivitäten, ausgesetzt sind. Moderne Zoos spielen in der Erhaltung der Art eine wichtige Rolle.” – Loro Parque

Die Weißen Tiger kamen als Geschenke in den Loro Parque, der deshalb nun für sie sorgt. Yangyu und Linmao genießen durch ihre besondere Fellzeichnung auch eine besondere Aufmerksamkeit bei den Besuchern. Weiße Tiger kann man allerdings nicht züchten, weil die aktuelle Population auf Inzucht basiert. Alle in Menschenobhut lebenden Weißen Tiger gehen auf Tigerkater Mohan zurück, der aus der Wildbahn entnommen wurde. Er wurde dann von seinem Halter mit seinen Nachkommen verpaart. Aktuell arbeitet man daran, mit den Errungenschaften moderner Technik eine Lösung für diese Population zu finden. Zweifelsohne sind sie aber Botschafter für ihre wilden, normal- und andersfarbenen, Artgenossen, weil sie durch ihre besondere Fellfarbe eine besondere Aufmerksamkeit genießen.

Löwin genießt die Siesta in der warmen Sonne im Loro Parque | Foto: zoos.media

Simba, Malika und Sarabi heißen die drei Angola-Löwen, die erst vor kurzer Zeit in den Loro Parque kamen und sich in ihrem extra für sie errichteten neuen Habitat sichtlich wohl fühlen. Sie sind Botschafter ihrer Art, aber auch eines besonderen Schutzprojektes, in das sich der Loro Parque mit seiner Stiftung einbringt, denn der “König der Tiere” ist in großer Gefahr. Sein Bestand ist in den letzten 50 Jahren von 100.000 Exemplaren auf weniger als 25.000 geschrumpft. Parallel dazu hat sich ihr Lebensraum auf ein Viertel ihres eigentlichen, angestammten Territoriums drastisch reduziert.
Löwen liegen den Loro Parque schon länger am Herzen und der Zoo konnte in seiner Geschichte schon vorher erfolgreich diese Tiere halten und auch an der Rettung einiger Tiere aus schlechter Haltung partizipieren.

Negra und Gulliver bilden das Jaguar-Paar des Parks. Trotz ihrer unterschiedlichen Fellzeichnung gehören sie der gleichen Art an: Panthera onca. Die Art selbst ist zwar noch nicht bedroht, steht aber kurz davor. Zudem sind sie wichtige Botschafter ihres bereits bedrohten Lebensraumes mit all seinem Artenreichtum. Wir haben vor einiger zeit über Negra ein Video gedreht, indem wir darauf besonders eingehen: