Dörte schaut neugierig durch eine Scheibe im Delfinarium des Zoo Duisburg | Foto: zoos.media

Debatte: Wie gut geht es Flippers Nachfahren?

Erschienen auf badische-zeitung.de am 10.05.2017. Autor: Michael Saurer

Ein Artikel, der die Delfinhaltung von beiden Seiten bleuchtet und die Frage nach dem Wohlergehen der Tiere stellt. Dazu fragt man Tierrechtler und Zooexperten.

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Hinweis: In diese Artikel haben sich ein paar Fehler eingeschlichen, die nicht richtig gestellt wurden und es nun an dieser Stelle werden.

„In freier Wildbahn legten sie pro Tag um die 50 Kilometer zurück, würden in Tiefen bis zu 300 Meter schwimmen und oft in großen Familienverbünden unterwegs sein.“

Das ist nicht richtig. Kein residenter Großer Tümmler, wie er in modernen Delfinarien gehalten wird, würde in der Wildbahn bis zu 300 Meter tauchen, das sie in Gebieten leben, die hauptsächlich nicht mal 10 Meter tief sind. Die übliche Gruppengröße bei Großtümmler ist 2-15 Tiere.

„Hinzu komme, so Mackensen, dass die Tiere oft mit Psychopharmaka ruhiggestellt würden.“

Dies stimmt nicht und der Zoo Duisburg wies dies auch in seinem Projekt des gläsernen Delfinariums nach.

„Die Becken, egal wie groß sie sind, würden dem Freiheitsdrang der Tiere niemals gerecht werden.“

Die Tiere haben keinen Freiheitsdrang, dem Zoos gerecht werden müssten. Selbst, wenn sie ihn hätten, würde nicht mal die Wildbahn diesem gerecht.

„Erst 2016 brachten die Grünen einen Antrag in den Bundestag ein, in dem sie die Haltung der Meeressäuger verbieten wollten.“

Der Antrag der Grünen stammt aus dem jahr 2013 und wurde mehrheitlich abgeschmettert.