Die Besucher besuchen die edukative Show im Orca Ocean im Loro Parque gerne. | Foto: zoos.media

Michael Altenhenne desinformiert über den Loro Parque

Exklusiv für zoos.media – 14.01.2019. Autor: Philipp J. Kroiß

„Deutsche Welle“-Korrespondent Michael Altenhenne berichtet seit einiger Zeit immer mal wieder desinformierend über den Loro Parque. Der Artikel deckt dazu wichtige Hintergründe auf.

Michael Altenhenne desinformiert über den Loro Parque

Der „Deutsche Welle“-Korrespondent Michael Altenhenne desinformiert aktuell zum zweiten Mal über den Loro Parque auf Teneriffa (Spanien). Zuerst brachte er einen tendenziösen Bericht über den Unfall mit einem Orca und nun eine weitere journalistische Bankrotterklärung. Nach reiflicher Recherche konnten wir die Hintergründe aufdecken.

Geschäftliche Beziehungen zur Delfinariengegner-Szene

Whale Watching – nicht immer ein Vergnügen für beide Seiten | Foto: Eco cruising, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Neben seiner Tätigkeit bei der Deutschen Welle hat Altenhenne die Firma „Visionloft“: “Visionloft offers the complete package, starting with creative filming and post-production concepts, to web streaming and online marketing. A one stop shop for affordable video solutions of the highest quality.” Manche Beiträge, die er dabei in seinem Portfolio zeigt, wie etwa ein Bericht über das Elephant Conservation Centre in Laos, landen dann auch wohl bei der „Deutschen Welle“.

Ebenfalls produzierte Altenhenne ein Werbe-Video für Kingfisher Wilderness Adventures. Das Unternehmen ist auf Vimeo auch als Kooperationspartner von Altenhenne und Visionloft gelistet. Protagonist des Filmchen war Andrew Jones, der Gründer des Whale Watching Unternehmen und zudem auch Präsident der North Island Marine Mammal Stewardship Association (NIMMSA). Sowohl die Assoziation als auch dieses Unternehmen ist eng mit der Free Morgan Foundation verwoben. So unterstützt der Direktor der NIMMSA in einem Schreiben die tierquälerische Unternehmung einen Auswilderungsversuch zu unternehmen, aber Kingfisher Wilderness Adventures ist auch Partner der Anti-Delfinarien-Gruppierung World Cetacean Alliance (WCA), die auch mit der Free Morgan Foundation eng zusammenarbeitet, wenn es darum geht, Lügen über zum Beispiel die Haltung der Schwertwal-Dame Morgan zu verbreiten wie etwa im Zusammenhang der CITES-Erlaubnis (hier eine Aufarbeitung des Falls).

Es ist uns unverständlich wie jemand, der nachweislich so intensive geschäftliche Kontakte zur Delfinariengegner-Szene pflegt, bei einem öffentlich-rechtlichen Sender über den ausgemachten Feind dieser Szene berichten darf. Es ist doch schon vorher klar wie jemand, der anscheinend von Delfinariengegnern bezahlt wird oder wurde, über Delfinarien berichten wird. Die Deutsche Welle hat damit ihrer Glaubwürdigkeit keinen Gefallen getan – auch nicht damit solche offensichtlichen geschäftlichen Verbindungen als irrelevant abzutun.

Um den Kreis zu schließen, reiste er anscheinend mit der Mutter des verstorbenen Orcatrainers, Mercedes Hernandez Dominguez, für den jüngsten „Deutsche Welle“-Bericht nach Kanada um eben genau bei Kingfisher einen Ausflug mit ihr zu machen. Hernandez sollte mal „freie“ Orcas sehen – alles ganz pathetisch inszeniert und ein wahres Rührstück um die Aktivistin gegen Delfinarien. Sie begibt sich gern in Medien, um die Tierrechtsindustrie gegen den Loro Parque zu unterstützen. Davon scheint sie auch gut zu leben, denn eine Reise von Teneriffa nach Vancouver lässt sich nicht einfach mal so von einer Grundschullehrerin finanzieren.

Altenhennes Auftritt im Loro Parque

Loro Parque: Orca Keto zeigt seinem Trainer seinen Bauch – ein Vertrauensbeweis. | Foto: zoos.media

Michael Altenhenne nahm vor einiger Zeit von sich aus Kontakt zum Loro Parque auf und zeigte sich interessiert an einer Berichterstattung. Zuerst brachte er einen tendenziösen Beitrag zum Unfalltod des Trainers Alexis Martinez, der eher wie ein Portrait der von Delfinariengegnern schon lange vereinnahmten Mutter des tragisch verstorbenen Trainers wirkte. Anders als ihr Sohn aber hat sie keine Ahnung von der Haltung der großen Meeressäuger und war sich offenbar nicht darüber bewusst, dass mit Raubtieren zu arbeiten, auch gewisse Gefahren mit sich bringt.

Er interviewte Herrn Kiessling, was er auch in Auszügen in den Video-Berichten zeigt, die in den beiden Videos vorkommen. Er gibt Experten des Loro Parque aber nicht mal ansatzweise so viel Screenstime wie der Aktivistin. Später schlug Altenhenne, wie andere Journalisten, bei der Pressekonferenz zur Verleihung des Humane-Zertifikats auf. Zuvor hatte er um 11 Uhr die Delfinshow gefilmt. Bei einem Interview mit der weltweit anerkannten Expertin Robin Ganzert fiel er dann mehr als unangenehm auf, was den Park dazu bewog ihm klar zu sagen, dass keinerlei Redebedarf mehr besteht.

Anschließend nervte der Korrespondent der Deutschen Welle Mails, in denen er sich unter anderem völlig falsche Zitate bestätigen lassen wollte. Dem damaligen Zoologischen Direktor Wolfgang Rades wollte er in den Mund legen, er habe die Französische Ministerin als „verrückt“ bezeichnet, wobei er nur ihre plötzliche Entscheidung als irrational beschrieb. Ebenso wurden durch Umformung weiterer Aussagen versucht, den Experten des Parks in ein schlechtes Licht zu rücken. Dem Journalisten wurde nach diesem unseriösen Vorgehen nahe gelegt, nicht mehr in den Loro Parque zurück zu kehren.

Der Loro Parque und kritische Journalisten

Wolfgang Rades erklärt interessierten Zuhörern die Orcahaltung im Loro Parque | Foto: zoos.media

Der Loro Parque bietet kritischen Journalisten einen Besuch an. Auch zoos.media hatte bei seinen Journalistenreisen in den Park immer auch kritische Journalisten mitgenommen, denen ein Einblick hinter die Kulissen gewährt wurde – genau wie jedem anderen Journalisten auch. Man war transparent und zeigte die Haltung der Tiere.

Leider trifft man in der Kommunikation mit Journalisten auch auf Menschen, die mit vorgefertigter Meinung und der Absicht absichtlich gegen den Loro Parque oder andere Zoos zu stänkern. Man kann solchen negativ eingestellten Menschen Fakten nennen wie man will, sie sind bereits vorher entschlossen wie sie ihre Artikel gestalten und verschleiern vorher gekonnt Interessen. Bei Altenhenne ist es noch verstärkt, da er nachweisliche geschäftliche Kontakte zur Delfinariengegnerszene pflegt und für seine journalistische Arbeit benutzt.

Journalisten wie Altenhenne sind, unserer Meinung nach, ein Problem für alle Journalisten, da ihre Taten die, häufig zu Unrecht, gegen diese Zunft hervorgebrachten und populistischen Phrasen bestärken. In einer Zeit in der die Presse um die Glaubwürdigkeit ringt, sind solche unseriösen Vertreter der Szene sehr schädlich. Deshalb muss man genau recherchieren, wer hinter solchen Berichten, wie die von Altenhenne, denn steckt.

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