Elefant in Botswana | Foto: diego_cue, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DEED

Botswana: Deutschland soll 40.000 Elefanten aufnehmen

Erschienen auf bild.de am 31.01.2026. | Von: Sebastian Geisler

Wynter Boipuso Mmolotsi, der Umweltminister von Botswana, fühlt sich „neokolonial“ und „unfair“ behandelt. Hinter den 40.000 Elefanten steckt die Bitte für mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortung.

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Kommentar: Letztendlich ist es Enteignung, was Botswana passiert. Sie kümmern sich so gut um den Schutz von Elefanten, dass die Populationen so sehr prosperieren, dass die hohe Anzahl der Tiere zu Mensch-Tier-Konflikten führt. Das Land hat viel investiert, zuerst die Tiere zu schützen und muss auch viel investieren, um die Population zu kontrollieren, aber dem Land wird verwehrt, einen Ertrag aus dieser Leistung zu erwirtschaften. Mit den Problemen steht es allein, obgleich es selbst eine gangbare Lösung präsentiert.

„Wir wollen keine Entwicklungshilfe. Wir wollen unser eigenes Geld verdienen – auch für den Tierschutz. Es ist nicht cool, betteln zu müssen. Manche sehen uns offenbar gern in dieser Position“, beschreibt es Botswanas Umweltminister Mmolotsi im Artikel. Länder zu Bettelei zu verdammen, ist keine Entwicklungshilfe. Seriöse Entwicklungshilfe ist die Hilfe, damit sich die Länder selbst helfen können. Alles andere ist grüner Imperialismus. Den will die aktuelle Regierung wohl fortführen. So scheint auch hier kein Politikwechsel möglich.

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