Peta-Aktion. Quelle: Arturo de Albornoz/flickr CC BY-SA 2.0

Mehrheit will PETA die Gemeinnützigkeit entziehen

Exklusiv für zoos.media – 16.05.2018. Autor: Philipp J. Kroiß

In einer nicht-repräsentativen Umfrage unter den Lesern der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, unterstützten 57% die Forderung der FDP radikalen Tierrechtsorganisationen wie PETA die Gemeinnützigkeit zu entziehen.

Mehrheit will PETA die Gemeinnützigkeit entziehen

Gero Hocker, der sich massiv dafür engagiert, dass die Gemeinnützigkeit von Tierrechtsorganisation auf den Prüfstand kommt, teilte diese interessante Umfrage der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung:

Trendwende eingeläutet?

Elefanten im Erlebnis-Zoo Hannover (2010) | Foto: Ukko.de, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Obgleich die Umfrage nicht repräsentativ ist, zeichnet sich ab, dass PETA die Felle wegschwimmen – und das nicht, weil PETA gegen Pelz ist. Gerade die Leser der HAZ sind ja bestens informiert worden, was die nachgewiesene Manipulation von PETA bezüglich der Elefanten in Hannover betraf. Somit zeigt diese Umfrage, dass, wenn Leute tatsächlich über PETA gut informiert sind, ist die Mehrheitsentscheidung klar – das setzt natürlich Wind in die Segel derer, die seriös über die radikale Tierrechtsorganisation aufklären wollen.

Es muss jedem Tierhalter klar sein, dass es gegen die eigene Tierhaltung geht. Klar vertritt PETA auch durchaus Positionen, die manche sehr gerne teilen – wie etwa die Anti-Pelz-Kampagne. Allerdings braucht niemand PETA, um sich gegen Pelz zu äußern. Schon Zoodirektor Bernhard Grzimek prägt den wahren Satz mit sehr simpler Logik: “Der Einzige, der einen Ozelotpelz wirklich braucht, ist der Ozelot.”

Zudem geht es der radikalen Tierrechtsorganisation auch bei der Anti-Pelz-Kampagne nicht wirklich um Pelz, sondern das Engagement ist ein Nebenprodukt einer Ideologie, die sich gegen jede Form der Tierhaltung richtet und jede Form der Haltung auf die gleiche Stufe stellt. Für PETA ist Tierhaltung grundsätzlich falsch, ob jetzt der Nerz auf der Farm oder der Hund in der Familie, macht da keinen unterschied. „Wir wollen das Ende jeglicher Tierhaltung“, sagt PETA ganz klar.

PETA: “Wir machen gar keinen Tierschutz”

Diesem Hund wurde von PETA die Chance auf ein neues Zuhause genommen. Zehntausenden Haustieren ging es ähnlich. | Foto von http://whypetakills.com (Nathan J. Winograd)

Es ist wichtig zu verstehen, dass PETA keine Tierschutzorganisation ist. Dass die Ideologie der radikalen Tierrechtsorganisation die Mehrheit in Deutschland von Grund auf ablehnt, davon zeugen Millionen Haustiere. Die Haustiere werden in den USA von PETA zu zehntausenden getötet. Zum Glück verhindert das deutsche Recht den Aufbau eines solchen Kill-Tierheims auch im Deutschland.

PETA tötete in seinem Tierheim in den USA über 38.000 Haustiere – darunter auch erschreckend viele gesunde und vermittelbare Tiere, die teils in Müllcontainern wie Abfall entsorgt wurden. Sogar gerettete Tiere wurden getötet, weil die reichste Tierrechtsorganisation angeblich kein Geld mehr hatte – für populistische Kampagnen ist aber anscheinend immer genügend Geld vorhanden. Spendet man PETA Deutschland e.V. zum Beispiel 5€ gehen rund 4€ in Personalkosten und Öffentlichkeitsarbeit für den Verein mit einer einstelligen Mitgliederzahl. Ingrid Newkirk, PETA-Gründerin und erste Vorsitzende von PETA Deutschland e.V., erklärte: “Wir setzen uns nicht für ein “Recht auf Leben” für Tiere ein“.

Moderne Zoo und Aquarien hingegen setzen sich für das (Über-)Leben von Tieren, Arten und ihren Lebensräumen ein. Viele Arten konnten bereits erfolgreich gerettet werden, während keine Art ihr Überleben der radikalen Tierrechtsorganisation PETA verdankt.