Vereinzelter PETA-Angestellter demonstriert für PETA gegen Orcas in Zoos | Foto: zoos.media

PETA: Peinlicher Protest gegen Orcas in modernen Zoos

Exklusiv für zoos.media – 19.01.2018. Autor: Philipp J. Kroiß

Die Schmierenkampagne von PETA gegen TUI und zoologische Einrichtungen mit Orcas sollte mit einer Demo-Tour gekrönt werden, doch starke Proteste gab es nicht.

PETA: Peinlicher Protest gegen Orcas in Zoos

„Trotz starker Proteste verkauft der Touristikkonzern TUI weiterhin Eintrittskarten und Reisen zu Wal-Parks wie SeaWorld, Loro Parque und Marineland“, tönt PETA auf Facebook. Diese starken Proteste sind herbeifantasiert, denn es gibt sie nicht. Es ist geradezu lächerlich, Proteste, die bei einem Großteil der Passanten keinerlei Beachtung finden, und die von meist nicht mal einer Hand voll Teilnehmern durchgeführt werden, als „starke Proteste“ zu bezeichnen.

Was hat PETA getan?

Die PETA-Flyer wurden schnell von den Passanten entsorgt. | Foto: zoos.media

PETA, hauptsächlich vor Ort vertreten von Jens Vogt, Aktionskoordinator bei PETA, veranstaltete eine Demo-Tour und so gut wie niemand kam hin. Zoos.media nahestehende Personen haben sich das Schauspiel nämlich an einigen Orten selbst angeschaut. Die radikale Tierrechtsorganisation versammelte meist nicht mal eine Hand voll Demonstranten und eine zweistellige Anzahl kam wohl erst gar nicht zu Stande.

Die wenigen Passanten, die sich ansprechen ließen und Flyer bekamen, verfrachteten die in den nächsten Mülleimer. Mitarbeiter von TUI-Niederlassungen zeigten sich irritiert, wussten sie doch, dass, zum Beispiel der Loro Parque für seine tiergerechte Haltung und für sein vorbildliches Engagement im Natur-, Arten- und Tierschutz bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Ernst nehmen konnte wohl kaum jemand diese Demos einer geringen Anzahl fehlgeleiteter Menschen, und die meisten Passanten ließen die radikalen Tierrechtler auch rechts oder links liegen.

Im Prinzip war die Demo-Tour, die vor einigen Wochen in Hannover startete, ein komplettes Desaster. Kaum jemand nahm teil und so gut wie niemand interessierte sich dafür. Hat die Öffentlichkeit PETA durchschaut? Das kann man sicher (noch) nicht sagen. Vielmehr muss man sich fragen, ob es überhaupt je erfolgreichere Demonstrationen gegen Orcahaltung gab, denn schließlich bezeichnet man dieses Trauerspiel schon als „starken Protest“ – wenn man das ernst nähme, bedeutet das, dass PETA weniger als eine Hand voll Demonstranten als Erfolg verbuchen würde.

Starke Proteste? – Fehlanzeige

Na, sehen Sie die große PETA-Demo vor der TUI-Zentrale? Wir auch nicht. Nur wenige sind überhaupt gekommen. | Foto: zoos.media

Wie stellen sich normale Leute denn starke Proteste vor? Das sind Protestmärsche zahlreicher Menschen und kein Pappenschwingen von nicht mal einer Hand voll radikaler und kurzsichtiger Zoogegner. Aber PETA scheint darauf zu spielen, dass keiner mal nachschaut, was denn wirklich passiert. Das hat zoos.media mal durchbrochen und aufgedeckt, wie falsch solche übertriebenen Darstellungen der Protestaktionen einiger fehlgeleiteter Personen sind.

Dass PETA sich Erfolge ausdenkt, wohl nicht zuletzt, damit die Kasse weiterhin stimmt, war schon im Jahresrückblick auf 2018, der auf Facebook von PETA Deutschland e.V. veröffentlich wurde, deutlich zu sehen. Da wurde krampfhaft versucht, die Veröffentlichung von manipulierten und manipulierenden Videoaufnahmen über die Elefantenhaltung im Erlebnis-Zoo Hannover mit der dortigen Änderung der Haltung auf geschützten Kontakt, für die sich die Zooleitung schon lange vor den Aufnahmen entschieden hatte, zusammen zu bringen – ein zutiefst lächerlicher Vorgang. Verschwiegen wurde natürlich, dass man daran gescheitert ist, Beweise für die angebliche Tierquälerei in Hannover vorzubringen und jede gerichtliche Instanz die radikalen Zoogegner abblitzen ließ.

Offenbar scheint es PETA nötig zu haben, einen falschen Eindruck zu vermitteln. Im Zusammenhang, dass sie mit derartigen Aktionen auch zu Spenden aufrufen, wäre der Vorwurf des Betrugs zu prüfen. Auch in anderen Branchen gehen Verbraucherschützer ja erfolgreich gegen falsche und realitätsferne Darstellungen der eigenen Leistungen von Unternehmen oder Organisationen vor.

PETA macht TUI nun die Entscheidung sehr einfach. Vor den TUI-Niederlassungen hat sich die radikale Tierrechtsorganisation sehr deutlich blamiert. TUI, ohnehin schon seit langer Zeit ein Unternehmen, das für nachhaltigen Tourismus steht, ist gut beraten, die vorbildliche Unternehmensphilosophie beizubehalten, indem seriöse, akkreditierte und zertifizierte zoologische Einrichtungen im Interesse von Menschen und Tier weiterhin angeboten werden. Aus gutem Grund möchte dies auch die absolute Mehrheit der Kunden, und der Protest dagegen ist nicht nur kurzsichtig, sondern zudem lächerlich gering. TUI würde sich ja bis auf die Knochen blamieren, wenn sie auf die Forderung der radikalen Tierrechtsorganisation, die schon durch die falsche Darstellung der Proteste eine deutliche Realitätsferne nachwiesen, eingehen würden.

Alte Argumente aufgewärmt

Zudem fehlen PETA auch die Argumente, denn die Märchen, die sie erzählen, sind längst als solche entlarvt. Es gibt kein Argument von PETA, das zoos.media nicht schon hinreichend öffentlich widerlegt hat, in dem wir mit den echten Experten gesprochen haben.

Ein Beispiel ist der Raumbedarf der Orcas. Bietet der Loro Parque den Orcas zu wenig Platz? Nein, betont einer der renommiertesten Experten weltweit für die Haltung dieser Tiere.

Zweites Beispiel: Werden die Tiere unter Drogen gesetzt, nur, um sie halten zu können? Wir haben mit dem Tierarzt gesprochen, der diese Tiere behandelt und sich natürlich entsprechend von den Behörden transparent überprüfen lässt. Er ist einer der im Bereich der Wildtiermedizin besten Veterinärmediziner weltweit, genießt international einen hervorragenden Ruf und hat bereits unzähligen Tieren in der Natur und in Menschenobhut das Leben gerettet.

Weil aller guten Dinge drei sind: Zum Thema Training werden von Tierrechtlern immer wieder Misshandlungen der Tiere herbei fantasiert. Angeblich würden die Tiere brutal bestraft, wenn sie etwas falsch machen. Das ist völliger Mumpitz. Wir sprachen mit einem der Trainer, der maßgeblich für das moderne Training von Orcas, das auf dem Prinzip der positiven Verstärkung basiert, verantwortlich ist, weil er es mit entwickelte.

Man sieht also: nichts als heiße Luft. PETA hat keine starken Proteste auf die Beine gestellt und hat natürlich auch keine Beweise, dass es diesen Tieren schlecht ginge. Über 80 der renommiertesten Wissenschaftler auf diesem Gebiet spricht sich für die tiergerechte Haltung von Meeressäugern in zoologischen Einrichtungen aus. Das sind die wahren Experten und nicht irgendwelche radikalen Aktivisten, die nicht mal einen starken Protest von einer irrelevanten Zusammenrottung einiger weniger Fehlgeleiteter unterscheiden können.