Von PETA getötete Hunde wurden in einem Mülleimer in Plastiktüten gefunden. Dieser Hund ist eines von zehntausenden Opfer von PETA. | Foto von http://whypetakills.com (Nathan J. Winograd)

Noch mehr Tötungen im Tierheim von PETA im Jahr 2017

Exklusiv für zoos.media – 10.02.2018. Autor: Philipp J. Kroiß

Die diesjährigen Zahlen des PETA-Tierheims wurden von der zuständigen Behörde veröffentlicht. Eine Tötungsrate von rund 74% steht einer Adoptionsrate unter 2% gegenüber.

Noch mehr Tötungen im Tierheim von PETA im Jahr 2017

Die Anzahl und der Anteil der getöteten Tiere stiegen an, während die Adoptionsrate weiter sank. Im PETA-Tierheim wurde also noch mehr getötet und noch weniger vermittelt als 2016. Es ist eine verheerende Bilanz, die nun veröffentlicht wurde. Insgesamt starben nun über 38.000 Tiere im PETA-Tierheim – allein seit Mitte 1998, seitdem also die Zahlen öffentlich sind. Die durchschnittliche Tötungsrate liegt bei über 85%.

Überdurchschnittlich viele Tötungen

Statistik gemäß der Zahlen des Virginia Department of Agriculture and Consumer Services (VDACS) | Hinweis: Aus dem Jahre 1998 sind nur die Zahlen der zweiten Jahreshälfte bekannt.

Man geht von einer Tötungsrate von rund 40% in den US-amerikanischen Tierheimen aus. PETA liegt in diesem Jahr bei über 70% – darin nicht enthalten sind die Tötungen der Tiere, die in andere Kill-Tierheime transportiert wurden und deren Schicksal nicht genau bekannt ist. Allerdings dürfte es wohl meist nicht wirklich anders laufen als in dem gut dokumentierten Fall von einigen süßen Kätzchen über die wir berichteten.
Ein Kill-Tierheim in Los Angeles hat, laut SZ, in schlechten Jahren eine Tötungsrate von 60% und in guten Jahren eine von 30%. Diese Zahlen hatte PETA seit Beginn der Aufzeichnungen (Mitte 1998) noch nie – das Gegenteil ist der Fall: 85% ist die durchschnittliche Tötungsrate im PETA Tierheim.

PETA arbeitet nur mit anderen Kill-Tierheimen zusammen – das No-Kill-Konzept, das nur aufgrund geprüfter medizinischer Indikation einschläfert, lehnt man deutlich ab. Leider ist es in den USA Tierheimen rechtlich erlaubt, Tiere auch ohne medizinische Indikation einzuschläfern. Durch einen deutlichen Anstieg der Transferierungen der Tiere in andere Tierheime, konnte PETA geringere Tötungsraten verbuchen, obgleich man immer weniger Tiere weiter vermittelte.

PETAs hohe Tötungsrate gegenüber der geringen Vermittlungsrate von 1998 bis 2017

Viele gesunde und vermittelbare Tiere eingeschläfert

PETA ist bereits seit Jahren wegen dieser Tötungspraxis in der Kritik. Die Tatsache, dass die reichste Tierrechtsorganisation, die sich ganz häufig auf Moral, Ethik und Tierschutz zu beziehen scheint, so viele, auch gesunde und vermittelbare, Tiere tötet, ist für viele unverständlich. Wenn PETA “gerettete” Tiere aus angeblichem Geldmangel einschläfert, was ja tatsächlich nachweislich geschehen ist, mag man nicht nur unverständlich mit dem Kopf schütteln, sondern sich auch fragen, wofür man denn bei PETA den zweistelligen Millionenbetrag an Einnahmen verwendet.

Chihuahua Maya – von PETA den Besitzern entwendet und getötet | Foto von http://whypetakills.com (Nathan J. Winograd)

Diese Tötungspraxis führte im vergangenen Jahr ein besonderer Fall der Öffentlichkeit vor Augen. Chihuahua Maya wurde einer Familie entwendet und das gesunde Tier einfach eingeschläfert. 51.000$ kostete diese Tat PETA. Die Tierrechtsorganisation musste das Geld zum Großteil an die Familie des Tieres und darüber hinaus einen kleineren Teil an ein lokales Tierheim zahlen. Chihuahua Maya teilt das Schicksal mit vielen anderen Haustieren – behördliche Untersuchungen ergaben, dass über 80% der Tiere, die bei PETA ankommen, innerhalb der ersten 24 Stunden getötet wurden.

PETA lebt das Motto “Better dead, than fed” (wörtlich übersetzt: “Besser tot als gefüttert”, sinngemäß bedeutet das “Lieber tot als in Menschenobhut”) und lehnt jede Form der Tierhaltung ab.
“Das Eigentum von Haustieren ist eine absolut abgründige Situation, die durch menschliche Manipulation verursacht wird”, erklärte PETA-Gründerin Ingrid Newkirk, die auch erste Vorsitzende von PETA Deutschland e.V. ist, 1988 in einem Interview mit Newsday. Im gleichen Jahr setzte sie sogar noch einen drauf und sagte dem Harper’s Magazine: “Ich denke, es wäre schön, wenn wir dieses ganze Konzept der Haustierhaltung ganz beenden.”

„Wir setzen uns nicht für ein „Recht auf Leben“ für Tiere ein“

Diesem Hund wurde von PETA die Chance auf ein neues Zuhause genommen. Zehntausenden Haustieren ging es ähnlich. | Foto von http://whypetakills.com (Nathan J. Winograd)

PETA sieht sich selbst als Tierrechtsorganisation, setzt sich aber, nach Angaben der Gründerin, nicht für ein “Recht auf Leben” für Tiere ein. Ingrid Newkirk erklärte auch: „Euthanasie ist das freundlichste Geschenk für einen Hund oder eine Katze, die unerwünscht und ungeliebt ist.“ Dazu muss man wissen, dass sie findet: „Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Hund ist ein Junge. Sie sind alle Tiere.“ [Hinweis: Auszeichnungen wurden zur besseren Übersicht von zoos.media hinzugefügt.] Das zeigt nicht nur die Tier-, sondern auch die Menschenverachtung der radikalen Tierrechtsorganisation PETA.

Newkirk sieht sich aufgrund der Euthanasie sogar als Heilsbringerin:

“Die Tiere … haben das Geschenk der Euthanasie bekommen, und für sie war es das beste Geschenk, das sie je hatten. Wie kannst du es wagen, Tieren zu helfen und jenen den Rücken zu kehren, die aus einer gefühllosen Welt entkommen wollen!”

Auch an diesem Zitat sieht man eine Anmaßung von PETA: das Seelenleben von Tieren zu kennen. Das aber kennt keiner. Man kennt die Bedürfnisse der Tiere dank seriöser Wissenschaft und vertrauenswürdige Experten können das Wohlergehen von Tieren objektiv und wissenschaftsbasiert beurteilen. PETA hingegen projiziert die eigene Ideologie in Tiere hinein und erklärt das zur Realität – ohne jeden Bezug zu Realität oder Wissenschaft.

Zehntausende tote Tiere – Spenden machen es möglich

Von PETA getöteter und entsorgter Hund in einer Plastiktüte, die in einem Mülleimer gefunden wurde – Tausenden erging es gleich oder ähnlich. | Foto von http://whypetakills.com (Nathan J. Winograd)

PETA ist von Spendengelder abhängig. Jede Spende ermöglicht eine Fortsetzung dieser Tötungspraxis und ein weiteres verbreiten dieser für Tiere schädlichen Ideologie. Eine Ex-PETA-Mitarbeiterin erklärte, dass die „meisten von uns“ im „Tierschutz-Geschäft“ seien, „weil wir Geld lieben“. Funktionäre in der Tierrechtsindustrie verdienen sehr, sehr gut.

Wer denkt, dass man mit einer Spende an PETA Tiere direkt untersützt, irrt. In erster Linie untersützt er die Organisation und ihre Werbemaschinerie: Von eine Spende von 5€, die man bei PETA Deutschland e.V. pro Monat mindestens spenden muss, um Fördermitglied zu werden, gehen etwas mehr 2€ für die Personalkosten drauf. Dazu kommen noch mal etwas mehr als 2€ für Öffentlichkeitsarbeit. Die restlichen Cents gehen dann in die anderen Positionen. Angeblich sollen 10% der Spenden ja in „karitativen Tierschutz“ gehen – wo dieser „karitative Tierschutz“ steckt, geht aus den Auflistungen von PETA Deutschland e.V. nicht hervor.

PETA nutzt leider auch in diesem Zusammenhang seine Spenden dazu, Populismus über wichtige Akteure im Tier-, Arten- und Naturschutz zu verbreiten. Moderne Zoos werden so mit Populismus überschüttet, der dank dem vielen Geld auch stark promotet werden kann – ein Beispiel aus dem dem letzten Jahr ist etwa das manipulierte und manipulierende Video über die Elefantenhaltung im Erlebnis-Zoo Hannover. In Bezugnahme auf einen weiteren Skandal aus dem letzten Jahr könnte man pointiert sagen: Für animierte Katzen in der Werbung investiert PETA mehr als für die Vermittlung realer Katzen aus ihrem Tierheim.