Erschienen auf der Facebook-Seite „Grimpinger Hof Wildtierpark und Traumland„ am 12.05.2026. | Von: Markus Köchling
Auch auf dem Grimpinger Hof unterstützt man die Rettung der Vietnamfasane vor dem Aussterben. Entsprechend ist die Freude über einen Transport der Tiere in ihr Heimatland groß.
Exklusiv für zoos.media – 13.06.2026. Von: Philipp J. Kroiß
Der Influencer Malte Zierden erzählt die Geschichte einer Bärin Max und macht dabei Zoos schlecht. Recherchiert man die Geschichte, stößt man auf Widersprüche.
Erschienen auf der Facebook-Seite von TV Schwerin am 12.05.2026.
Zum 1. Mal in Mecklenburg- Vorpommern – genauer: im Zoo Schwerin – und zum 12. Mal insgesamt traf sich die „Arbeitsgruppe (AG) Artenschutz“. Dieser Beitrag gibt Einblicke und Impressionen.
Erschienen auf blooloop.com am 30.04.2026. | Von: Bea Mitchell
Damit der Östliche Bongo nicht ausstirbt, treiben moderne Zoologische Gärten die Erhaltungszucht voran. Aus der daher wichtigen Reserve-Population in Menschenobhut konnten nun weitere Tiere zur Auswilderung nach Kenia reisen.
Exklusiv für zoos.media – 05.06.2026. Von: Philipp J. Kroiß
Die MDR-Talkshow FAKT IST hat einmal mehr gezeigt, dass die stichhaltigen Argumente und auch Zuschauer-Sympathien gegen die Verbotskultur in der Haltung von Wildtieren positioniert sind.
Erschienen auf dem Facebook-Account vom Smithsonian am 05.03.2026.
Seit 2009 hatte niemand mehr die hochbedrohten Panama-Stummelfußfrösche in der Natur gesehen. Nun konnten 100 Frösche ausgewildert werden – auch dank Zoos.
Philippinenkrokodil-Jungtier im Kölner Zoo | Foto: zoos.media
2016 wurde geschätzt, dass weniger als 200 ausgewachsene Philippinen-Krokodile in der Natur überhaupt noch am Leben sind. Sie waren auf nur drei getrennte Standorte verteilt. Die Populationen gingen im Vergleich zum historischen Niveau stark zurück. Zum Glück hatten sich zu diesem Zeitpunkt Zoologische Gärten der Art schon angenommen. Das Europäische Zuchtbuch (ESB) war schon 2012 worden eingerichtet. Es wird vom Kölner Zoo verwaltet. Alle ESB-Teilnehmer unterstützen vor Ort den Schutz philippinischer Krokodile im Norden.
Für die Zucht wurden 15 junge Krokodile vom Palawan Wildlife Rescue & Conservation Center importiert und vom philippinischen Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen ausgeliehen. Die erste Zucht in Europa gelang 2013 im Kölner Zoo. Der Zoo in der Domstadt hat sich nicht nur dadurch zu einem Zentrum für umfassende Krokodilforschung, einschließlich Studien zum Sozial- und Fortpflanzungsverhalten, entwickelt. Danach stellten sich auch weitere Zuchterfolge in anderen Zoos ein.
Parallel führten Feldforschungen zur Entdeckung einer neuen Population im Süden der Philippinen. Zudem konnte ein geeigneter Lebensraum für die Einführung von Krokodilen im Paghungawan-Sumpfgebiet auf der Insel Siargao identifiziert werden. Eine ausgewilderte Population von in Menschenobhut gezüchteten Krokodilen hatte sich dort bereits erfolgreich vermehrt. Daher sollen dorthin auch die ersten ESB-Tiere gebracht werden. Hulky und Dodong, die im Juli 2015 im Kölner Zoo im Rahmen der ersten Naturbrut schlüpften, wurden dazu auserkoren. Diese beiden Männchen wurden im Dezember 2020 auf die Philippinen umgesiedelt. Weitere Krokodile folgten.
Thomas Ziegler mit seinem Kooperationspartner Truong Q. Nguyen (links) beim Microchippen von einem Siam-Krokodil im Lao Zoo, das auf genetische Reinerbigkeit überprüft wurde – eine Grundvoraussetzung für Nachzuchtprogramme mit dem Ziel der Wiederauswilderung. | Foto: Lao Zoo
Man weiß bis heute nicht genau, wie viele Siam-Krokodile es in der Natur noch gibt – Forscher gehen von unter 1.000 aus. Man weiß aber inzwischen sehr gut, wie man sie in Menschenobhut züchtet. Daher sind sie dort nicht gefährdet und Auswilderungen konnten bereits realisiert werden. Nach wie vor ist es aber eines der am meisten bedrohten Krokodile der Welt. So hat man dank dem Engagement moderner Zoos und Aquarien zwar schon große Erfolge feiern können, aber im natürlichen Habitat treten auch immer neue Probleme auf.
Das für Menschen recht ungefährliche Krokodil kam ursprünglich durch den Handel mit Krokodilhäuten in Gefahr. Darauf machen Zoos auch sehr deutlich aufmerksam. Inzwischen aber ist es häufiger das Problem, dass die Tiere Bauprojekten im Weg stehen. Im Kambodscha geht es dabei zum Beispiel um grüne Energie, die man sich aus Wasserkraftwerken erhofft. Die werden genau da geplant, wo es die meisten Vorkommen dieser Art gibt. Das sorgt für immense Probleme.
Der Pang Sida Nationalpark in Thailand, in der Nähe von Kambodscha, hat ein Projekt zur Wiederauswilderung des siamesischen Krokodils. Eine Reihe junger Krokodile wurde in einem kleinen und abgelegenen Fluss im Park ausgesetzt, der für Besucher nicht zugänglich ist. In den Schutz der Art bringt sich auch die Wildlife Conservation Society (WCS) ein. Sie arbeitet dabei vorwiegend mit der Regierung von Laos. Die WCS verwaltet, neben dem Bronx Zoo, den Central Park Zoo, das New York Aquarium, den Prospect Park Zoo und den Queens Zoo. Im Projekt arbeitet sie auch mit dem Lao Zoo zusammen.
Wiederentdeckungen & Forschung
Hier konnte der Kölner Zoo mit seinen Partnern in Laos ein neues Schutzgebiet für Siam-Krokodile gründen. | Foto: T. Ziegler
2015 & 2018 konnte der Kölner Zoo-Kurator Prof. Thomas Ziegler von Wiederentdeckungen von Populationen in der Natur berichten. In Laos galt die Art zuvor als ausgerottet. Diese Wiederentdeckung bildete die Basis für die Gründung eines Schutzgebiets. Ein Schutzgebiet bedeutet auch die Möglichkeit, Tiere wieder auswildern. Das ist ein großer Schritt nach vorne gewesen.
In einem weiteren Schritt musste aber die Genetik geklärt werden. Es braucht artenreine Tiere für eine Auswilderung. Daher darf auch nur mit entsprechenden Tiere gezüchtet werden. Bei Krokodilen gibt es aber immer wieder Hybriden. So erforschte die Artenschutz-Achse Köln-Hanoi an der Genetik der Tiere in Laos und Vietnam. Hierbei halfen unter anderem Tiere vom Zoo Zürich. Dort waren überhaupt zum ersten Mal in Europa Krokodile dieser Art geschlüpft.
All diese wissenschaftliche Arbeit wäre ohne Zoos, die über Grenzen hinweg zusammenarbeiten, nicht möglich. Jetzt weiß man ganz genau mit welchen Tieren man wie arbeiten kann, damit man sie wo am besten auswildert. Solches Grundlagen-Wissen ist Gold wert.
Blauaugentäubchen (Columbina cyanopis) im nach der Art benannten Reservat in Brasilien | Foto: Hector Bottai, Lizenz: CC BY-SA 4.0 DEED
Die Art kennt man seit dem frühen 19. Jahrhundert, aber sah sie in der Natur immer nur sporadisch. 75 Jahre galt sie als verschwunden, 2015 fand man sie wieder. Da war klar: jetzt muss gehandelt werden. Ziemlich schnell wurde deutlich, dass es auch eine Population in Menschenobhut braucht, um die Wildpopulation zu stärken. Sie besteht nämlich schätzungsweise nur noch aus 15 Tieren [2024].
Ohne moderne Zoologische Gärten wäre es eine Frage von Jahren gewesen bis die Blauaugentäubchen ausgestorben wären. Dank der nun möglich werdenden Erhaltungszucht, hat diese Art eine realistische Chance auf eine Zukunft sowohl in Menschenobhut als auch deshalb langfristig in der Natur. Ohne Zoos wäre die Art wohl verschwunden ohne, dass viele Menschen sie überhaupt gekannt hätten. Die positiven Schlagzeilen zur erfolgreichen Zucht, sorgen erst dafür, dass Menschen überhaupt von der Existenz der Art erfahren.
McCords Schlangenhalsschildkröte im Zoo von Lissabon | Foto: Salix / Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0
William Patrick McCord hat selbst viele Spezies entdeckt und so wurde die erst 1994 beschriebene Schildkröten-Art nach ihm benannt. Dass Haltung Arten rettet, weiß der Schildkröten-Experte. Er hat selbst die größte Sammlung von lebenden Schildkröten im US-Bundesstaat New York. Das eine der größten in den Vereinigten Staaten. Die nach ihm benannte Spezies zählt zu den 25 weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Süßwasser-Schildkröten. Artenschutz tut also Not. Zum Glück ist dieser dank Zoos auch möglich.
Das EEP führt der schwedische Tierpark Nordens Ark. 2016 startete ein großangelegtes Projekt zur Rettung der Art. Nach dessen Planung sollen bis 2026 insgesamt 500 Tiere aus Zoos und Aquarien sowie einer Zuchtstation auf der Insel Roti ausgewildert werden. Die Zucht läuft international gut. So konnte zoos.media zum Beispiel über Nachwuchs im Taipei Zoo und in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen berichten. Erfolge gab es aber natürlich auch andernorts. So sichern immer mehr McCords Schlangenhalsschildkröten das Überleben der Art. Das ist von großem Wert.
Daher ist auch für diese Schildkröten-Art die Haltung und Zucht in Menschenobhut essentiell. Zoologische Institutionen arbeiten hier sowohl bei sich selbst also auch im natürlichen Lebensraum. Ohne solcherlei Institutionen wäre die Rettung der McCords Schlangenhalsschildkröten mehr als fraglich. Würde man also moderne Zoos und Aquarien einfach schließen, wären diese besondere Schildkröten zum Aussterben verdammt. Das Überleben der Schildkröten hängt auch am Überleben von Zoologischen Gärten. Das ist offensichtlich. Zum Glück für diese Schildkröten gibt es Zoos.