Portrait von Morgan im Loro Parque | Foto: zoos.media

Niederländische Justiz stärkt dem Loro Parque im Fall Morgan den Rücken

Exklusiv für zoos.media – 04.05.2018. Autor: Philipp J. Kroiß

Zum achten Mal scheiterte nun die Free Morgan Foundation vor Gericht zu beweisen, dass es Fehler bei der Haltung vom aktuell schwangeren Orca-Weibchen Morgan im Loro Parque gibt.

Niederländische Justiz stärkt dem Loro Parque im Fall Morgan den Rücken

Es ist nun inzwischen das achte Mal, dass die Free Morgan Foundation daran gescheitert ist, dem Loro Parque eine fehlerhafte Behandlung von der Orca-Dame Morgan nachzuweisen. Erneut verpufften die angeblich neuen “Beweise” zu nichts als heißer Luft vor Gericht, das sehr deutlich erklärte, dass alles seine Richtigkeit hat. Dazu hat der Loro Parque eine Stellungnahme und ein Video veröffentlicht – auch der VdZ berichtete über den Fall.

 

Der schwangeren Morgan geht es gut

Der Geburtstermin von Morgan rückt derweil immer näher. Es sind zwar noch einige Monate hin, aber aktuell sieht es nach einer Bilderbuch-Schwangerschaft aus. Die Trainer kümmern sich liebevoll um die werdende Mama und das medizinische Team hat ihre Gesundheitsdaten und das Baby genau im Blick. Wir haben mit dem international anerkannten Orca-Experten und Berater Chuck Tompkins über Morgans Schwangerschaft gesprochen.

Tierrechtler bekommen keinen Einfluss auf Morgan

Erneut ist die Tierrechtsindustrie also mit ihren Lügen gescheitert. Das ist vor allem ein Sieg, der für Morgan errungen wurde, um sie vor dem schädlichen Einfluss der Industrie zu bewahren – besonders aber auch vor dem Einfluss der radikalen Aktivistin Ingrid Visser. Diese ehemalig respektierte Wissenschaftlerin, ist völlig in der wissenschaftlichen Gemeinschaft in Ungnade gefallen – Grund dafür waren nicht nur ihre Lügen über Orcas und deren Haltung, sondern auch ihr Umgang mit wilden Orcas und ihre Pläne für Orcas in Menschenobhut.

Wie Ingrid Visser von wilden Orcas profitieren will, wird dich schocken

Unter ihrer erschreckend laienhaften Haltung in einem Schwimmbecken, verstarb dann auch noch das gerettete Orca-Kalb Bob.

Orcakalb verendet in der Obhut von Möchtegern-Expertin

Das alles hat der Weltöffentlichkeit gezeigt, dass sie keine Ahnung davon hat, von dem sie ständig behauptet, es doch viel besser zu wissen als wahre Experten, die sich nicht nur professioneller und erfolgreicher um Orcas kümmern, sondern auch mehr wissenschaftliches Renommee haben und weit größere Anerkennung genießen als die fragwürdige “Forscherin”, die sich auch nicht zu schade ist, Fake-Science zu veröffentlichen.

Zahnlose Pseudo-Wissenschaft zu Orca-Zähnen

Den bisherigen Höhepunkt erreichte Vissers Kampagne gegen den Loro Parque als sie sich strafbar machte, das Leben von Mensch und Tier im Loro Parque gefährdete und anschließend Hausverbot erhielt.

Ingrid Vissers letzte Provokation im Loro Parque

Vor dem Hintergrund kann man, im Interesse des Tieres, sehr froh sein, dass sie und ihre Organisation keinen Einfluss auf Morgan haben und ihn wahrscheinlich auch nie bekommen werden. Auch jene, die Visser spenden, werden sich immer mehr mit der Frage konfrontieren müssen, wie lange sie noch auf die anscheinend leeren Versprechungen reinfallen wollen, wenn die Free Morgan Foundation mal wieder die Gerichte der Niederlande bemüht. Vor Gericht verdient zu scheitern, scheint die neue Hauptbeschäftigung der Organisation geworden zu sein, die es immer wieder schafft, wohl entweder aus eiskalter Absicht oder aus purer Inkompetenz, Dokumente nicht richtig zu lesen.

Kampf soll weitergehen

Ingrid Visser jagt Orcas mit Unterwasserkamera – die Tiere schwimmen vor ihr weg. | Foto: Screenshot des Films “Woman swims with killer whales in the wild.webm” von Fair Projects (Lizenz: CC BY 3.0)

Acht krachende Niederlagen reichen der Free Morgan Foundation offenbar noch lange nicht aus. Dem Gericht wirft man reflexartig Versagen vor, offenbar, weil es die Grundlagen nicht so kapital falsch verstehen wollte, wie die Free Morgan Foundation (FMF). Völlig sinnlos wird dann auch auf ein angebliches Zitat aus einer Leihvereinbarung zwischen SeaWorld und dem Loro Parque verwiesen. Diese ist längst nicht mehr existent ist, weil die Orcas nicht mehr SeaWorld gehören und eben nicht mehr verliehen sind.

Neuer Plan ist jetzt wohl, die Politik, in Form von EU-Körpern, mit hineinziehen zu wollen – offenbar ist die Gewaltenteilung, die Grundlage demokratischer Staatsorganisation ist, kein Konzept, was man versteht: “Die FMF ist der Ansicht, dass die Antworten des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission auf die FMF-Petition die niederländischen und spanischen CITES-Verwaltungsbehörden in einem schlechten Licht sehen werden, da sie von Anfang an administrative Unzulänglichkeiten aufwiesen und Misshandeln.” Hier muss man wissen, dass Morgan auf Gerichtsbeschluss in den Loro Parque kam und solange die FMF nicht beweisen kann, dass diese Gerichtsentscheidung falsch war, womit sie in allen möglichen Instanzen der Niederlande gescheitert ist und nun ein achtes Mal, in einem neuen Versuch in der untersten Instanz, den Fall vor Gericht gegen die Wand fuhren, wird sich nichts ändern. Sollten also EU-Parlament oder -Komission jetzt versuchen Druck auf die Gerichte auszuüben, würde das die Grundfesten der demokratischen Grundordnung erschüttern.

Aber was soll die FMF auch anderes machen? Den Spendern wird ein aussichtsloser Versuch nach dem anderen präsentiert, um noch Spenden sammeln zu können. Was genau mit den Gelder passiert bleibt übrigens im Dunkeln. Transparenz sucht man bei der Free Morgan Foundation vergebens.