Auge eines Amur-Tigers - fotografiert im Pittsburgh Zoo | Foto: (c)2007 Derek and Julie Ramsey (Ram-Man) edit by Chris_huh, Lizenz: public domain

„Der Zoo Pittsburgh ist Weltklasse und so interessiert es uns nicht, wenn eine einzige, wichtigtuerische Organisation uns kritisiert“

Erschienen auf post-gazette.com am 17.11.2017. | Von: Barbara Baker

Die Chefin vom Pittsburgh Zoo & PPG Aquarium findet deutliche Worte als Antwort auf einen provokativen Brief des AZA-CEO Dan Ashe.

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Kommentar: So passiert genau das, was befürchtet wurde.

Der Blog Why Animals Do The Thing hatte es in einem Artikel schon geahnt und nun geschieht genau das: der HSUS-Sympathisant Ashe verfolgt das Konzept der radikalen Tierrechtsorganisation und schippert mit der AZA in gefährliche Gewässer. Der provokative Brief in Richtung des Pittsburgh Zoo, der aus der AZA ausgetreten war, ist die erste Ausgeburt der schrägen Bettgesellen AZA und HSUS. In einer Zeit Zwietracht zu sähen, in der es eigentlich um Einigkeit der Zoos gehen sollte, ist weder klug, noch weitsichtig.

Bei der HSUS, einer Art PETA in Nadelstreifen, reibt man sich, zwischen dem Geldzählen, wohl sicher schon die Hände, dass Ashe so eine hervorragende Prügel-Marinette darstellt, die sich Pittsburgh Zoo & PPG Aquarium als erstes Opfer ausgespäht hat. Eine hochnäsigen und lächerlich unpassenden Vergleich von Zoo-Organisationen und Football-Ligen rundete die freche Attacke noch ab. Nach dieser miesen Abrechnung dann noch von offenen Türen zu sprechen wirkt höhnisch und alles andere als versöhnlich. Sowas muss man anders kommunizieren, wenn man wirklich Kommunikation, statt Konfrontation will.

Diese Attacke ist nur ein Vorgeschmack auf den Schaden, den ein HSUS-Sympathisant wie Ashe an der AZA anrichten kann. Der Pittsburgh Zoo hat hier klare Kante bewiesen und die Wichtigtuerei von Ashe demaskiert, die aber auch auf die ganze Organisation und deren Mitglieder abfärbt, weil er als deren Chef geschrieben hat. Barbara Baker schafft es gut sämtliche Attacken zu kontern und den Football-Vergleich sogar zum Fallstrick für Ashe zu nutzen. So hat Ashe sich selbst, aber auch die Organisation für die er steht, blamiert und seine Agenda demaskiert: er will die AZA in Koflikte und Isolationsismus führen – genau wie es sein „Bro“ Wayne Pacelle gerne hätte.