Sind Zoos noch zeitgemäß?

Erschienen in „Rheinische Post“ am 30. August 2012. Autor: Rainer Kurlemann

Den Zoos in Deutschland schlage ein rauer Wind entgegen, Tierschützer forderten die generelle Abschaffung der Zoos. Im Artikel kommt Dalia Amor Conde zu Wort, die am Max-Planck- Institut in Rostock forscht. Sie ist davon überzeugt: „Dürfte sich ein Jaguar entscheiden, ob er im Zoo oder  in der freien Wildbahn leben will, er würde sich für die Freiheit entscheiden.“ Dennoch betont die Biologin, dass eine Abschaffung der Zoos vielen Tieren auch schaden würde. Denn ohne ihre Existenz hierzulande sei die Unterstützung für die Erhaltung ihrer ursprünglichen Lebensräume deutlich geringer.

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Hoffen auf Tam Tams Hoden

Erschienen in FOCUS Nr. 2/11 am 7. Januar 2012. Autor: Michael Miersch

Alle fünf Arten der Nashörner sind vom Aussterben bedroht. Ein Team aus Berliner Tierärzten des Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin-Friedrichsfelde soll nun das Sumatra-Nashorn vor dem Aussterben retten. In Zoos scheiterten die Versuche, jetzt soll eine moderne Zuchtstation helfen.

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Streichholzbriefe von Umberto Eco

Erschienen in „Die Zeit“, aktualisiert am 02.Oktober 1987

Der italienische Schriftsteller und Philosoph Umberto Eco kritisiert in seiner Kolumne die „Teddybärisierung von Wildtieren“ und nimmt Bezug auf ein Ereignis in New York: Kinder waren im Central Park von einem Eisbär getötet worden, nachdem sie in sein Wasserbecken gesprungen waren und ihn geärgert hatten.

Eco argumentiert, dass die Kinder Opfer des Zeitgeistes sind. Denn die Wissensvermittlung heute sei nicht neutral, vielmehr verniedliche sie Tiere als kuschlige und kreuzbrave „Teddybären“. Hätten die Kinder ein neutraleres Bild von Tieren ohne moralische Bewertung erhalten, wären sie vielleicht noch am Leben.

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